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WAZ: Erklären statt attackieren. Kommentar von Kai Wiedermann

Essen (ots) - Es war die Politik in Deutschland und Europa, die die Einführung von E10 beschlossen hat. Sie soll dazu führen, die Klimaschutzziele zu erreichen und hilft auch der Automobilindustrie. Ohne E10 müsste sich diese beim Spritsparen mehr anstrengen. Die Mineralölwirtschaft hingegen hat nicht um E10 gebettelt.

Dass Politik, Hersteller und Mineralölkonzerne nun aufeinander einprügeln, weil der Verbraucher den so genannten Öko-Sprit nicht tanken will, macht keinen Sinn. Die Attacken führen mitnichten dazu, die vom Bund beschlossenen Ziele zu erreichen.

Der deutsche Autofahrer ist sensibel. Er liebt sein Auto, tankt lieber einen teureren Kraftstoff statt Schäden zu riskieren. Er lässt sich nicht zwingen und zeigt damit, was schief gelaufen ist: Die Politik, aber auch die Automobilindustrie haben den Verbraucher schlicht im Ungewissen gelassen. Es fehlt eine überzeugende Erklärung, dass der neu gemischte Sprit im Großen und Ganzen in Ordnung ist.

Wollen die Beteiligten ein Scheitern von E10 verhindern, braucht es keine Vorwürfe, sondern einen gemeinsamen Kraftakt.

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