Groß- und Außenhandel in Hamburg: Arbeitgeber legen Angebot in 2. Tarifrunde vor
Hamburg, 19. Mai 2026. Die Tarifverhandlungen für den Groß- und Außenhandel in Hamburg sind heute in die 2. Runde gegangen. Der AGA Unternehmensverband hat eine stufenweise Erhöhung der Entgelte um 3,4 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten vorgeschlagen: Im Folgemonat nach einem Tarifabschluss sollen die Entgelte um 1,8 Prozent und ab dem 1. Mai 2027 um weitere 1,6 Prozent steigen. Die Ausbildungsvergütungen sollen sich um die gleichen Werte zu den im Tarifgebiet üblichen Zeitpunkten erhöhen. Eine Einigung wurde nicht erzielt. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. Juni 2026 statt.
Michael Fink, ehrenamtlicher Verhandlungsführer des AGA: "Die Arbeitgeberseite ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Deshalb sind wir heute einen deutlichen Schritt auf die Gewerkschaft zugegangen. Zugleich müssen wir sehr genau auf die wirtschaftliche Lage der Unternehmen schauen. Viele Betriebe im Groß- und Außenhandel stehen weiterhin unter erheblichem Druck: kein reales Wachstum, hohe Kosten, schwache Konjunktur und eine insgesamt unsichere Lage lassen kaum Spielräume. Ein Abschluss muss deshalb tragfähig bleiben – für die Beschäftigten, aber eben auch für die Unternehmen, die Arbeitsplätze sichern. Diese schwierige Situation muss sich am Ende auch in den Prozenten widerspiegeln. Unser Ziel bleibt ein verantwortungsvoller Tarifabschluss mit Augenmaß."
Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi:
- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 7 Prozent, mindestens jedoch um 250,00 Euro
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150,00 Euro
- Laufzeit: 12 Monate
Im Groß- und Außenhandel in Hamburg arbeiten in rund 4.500 Unternehmen etwa 60.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 1.100 Auszubildende.
Kontakt: Christian Ströder Leiter Kommunikation & PR AGA Unternehmensverband Telefon: (040) 30801-162 E-Mail: christian.stroeder@aga.de Internet: www.aga.de