Groß- und Außenhandel: 1. Tarifrunde in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ohne Ergebnis
Lübeck, 29. April 2026. Heute sind die Tarifverhandlungen für den Groß- und Außenhandel in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Sie endeten ohne Ergebnis und wurden auf den 27. Mai 2026 vertagt.
Michael Fink, ehrenamtlicher Verhandlungsführer des AGA: "Die wirtschaftliche Lage im Groß- und Außenhandel in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist sehr angespannt. Unternehmen, die seit Jahren keine realen Umsatzzuwächse verzeichnen, kämpfen ums Überleben. Das zeigen steigende Insolvenzzahlen, das zeigt der Beschäftigungsabbau. Eine Entspannung ist nicht in Sicht. Gerade in strukturschwächeren Regionen wie Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sind die Reserven der Betriebe noch dünner als anderswo. Das können wir in den Verhandlungen nicht ignorieren. Unser Ziel ist ein Tarifabschluss, der sowohl die Situation der Beschäftigten als auch die wirtschaftliche Realität der Unternehmen berücksichtigt – und Beschäftigung sichert."
Die Forderungen der Gewerkschaft Verdi:
- Erhöhung der Löhne und Gehälter um mindestens 225,00 Euro
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150,00 Euro
- Laufzeit: 12 Monate
Die Mindestanhebung entspricht in den unteren Entgeltgruppen in Schleswig-Holstein einer Erhöhung um bis zu 9,5 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern sogar um 9,8 Prozent.
Im schleswig-holsteinischen Groß- und Außenhandel arbeiten in rund 5.000 Unternehmen etwa 57.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte und 1.500 Auszubildende. In Mecklenburg-Vorpommern sind es circa 1.500 Unternehmen mit 15.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und rund 400 Auszubildenden.
Kontakt: Christian Ströder Leiter Kommunikation & PR AGA Unternehmensverband Telefon: (040) 30801-162 E-Mail: christian.stroeder@aga.de Internet: www.aga.de