ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Medien-Info: Tarifeinigung bei Postbank erzielt: mehr Geld, längerer Kündigungsschutz und Sicherung des Filialnetzes
Tarifeinigung bei Postbank erzielt: mehr Geld, längerer Kündigungsschutz und Sicherung des Filialnetzes
Nach vier Verhandlungsrunden haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (verd.di) und die Arbeitgeber in der Nacht zu Donnerstag (2. Juli 2026) auf ein Verhandlungsergebnis für die bundesweit rund 9.000 Beschäftigten der Tarifbereiche Postbank / PCC Services und Postbank Filialvertrieb verständigt. Das Tarifergebnis umfasst spürbare Entgeltsteigerungen, eine Verlängerung des Kündigungsschutzes sowie verbindliche Vereinbarungen zur Zukunft des Filialnetzes.
Die Gehälter steigen zum 1. Juli 2026 um 175 Euro monatlich, was einer durchschnittlichen Tariferhöhung von 4,5 Prozent entspricht. Zum 1. Juli 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich zum 1. Juli 2026 um 75 Euro monatlich und zum 1. Juli 2027 um weitere 75 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 28 Monate bis zum 31. Juli 2028.
„Die Beschäftigten haben in den vergangenen Wochen eindrucksvoll gezeigt, was Solidarität und Zusammenhalt bewirken können. Mit ihrem Engagement, den Warnstreiks und der hohen Beteiligung an der Urabstimmung haben sie die Grundlage für dieses Tarifergebnis geschaffen. Ohne diesen Druck wäre diese Einigung nicht möglich gewesen“, erklärte Jan Duscheck, ver.di-Verhandlungsführer.
Neben den Entgelterhöhungen konnten wichtige qualitative Verbesserungen vereinbart werden. Der Kündigungsschutz wird bis zum 31. Dezember 2028 verlängert. Zudem werden die bestehenden Regelungen zur Sicherung des Filial- und Beratungscenternetzes fortgeführt. Für die Standorte im Tarifbereich Postbank / PCC Services wurden weitere Standortzusagen vereinbart. Ein besonderer Erfolg ist die Sicherung des Vertriebsnetzes: Bis März 2028 bleiben mindestens 300 Filialen sowie zusätzlich 13 Digitale Beratungscenter erhalten.
„Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und für die Kundinnen und Kunden der Postbank. Die Vereinbarung schafft Planungssicherheit für die Belegschaft und sichert zugleich ein modernes Geschäftsmodell. Mit mindestens 300 Filialen und zusätzlich 13 Digitalen Beratungscentern bis März 2028 stärken wir sowohl die persönliche Beratung vor Ort als auch die digitale Betreuung der Kundinnen und Kunden. Damit ist es gelungen, eine ausgewogene Balance zwischen einem leistungsfähigen Filialnetz und der konsequenten Weiterentwicklung der digitalen Angebote zu erhalten“, so Jan Duscheck.
Darüber hinaus haben sich die Tarifparteien darauf verständigt, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz und anderen Transformationsprozessen künftig frühzeitig gemeinsam zu beraten. Ziel ist es, Veränderungen bei Tätigkeiten und Qualifikationsanforderungen rechtzeitig zu erkennen und den Wandel durch strategische Personalplanung, Qualifizierung und sozialverträgliche Maßnahmen aktiv zu gestalten.
Bis zum 24. Juli 2026 entscheiden nun die ver.di-Mitglieder über die Annahme des Verhandlungsergebnisses.
Für Rückfragen: Jan Duschek, 0160.616.66.87
V.i.S.d.P.
Richard Rother ver.di-Bundesvorstand Paula-Thiede-Ufer 10 10179 Berlin Tel.: 030/6956-1011, -1012 E-Mail: pressestelle@verdi.de www.verdi.de/presse