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Medien-Info: Tarifrunde AOK: ver.di ruft die Beschäftigten aller AOKen zu einem bundesweiten Warnstreik am Montag, 13. April 2026, auf

Tarifrunde AOK: ver.di ruft die Beschäftigten aller AOKen zu einem bundesweiten Warnstreik am Montag, 13. April 2026, auf

Vor der am Dienstag (14. April 2026) stattfindenden vierten Tarifverhandlungsrunde für bundesweit rund 60.000 Beschäftigte zwischen der Tarifgemeinschaft der Allgemeinen Ortskrankenkassen (TG AOK) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Gewerkschaft die Beschäftigten der AOKen für Montag, 13. April 2026, zu einem bundesweiten Warnstreik auf, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Der Streik findet digital statt; ver.di rechnet auf Grund des Warnstreiks mit erheblichen Einschränkungen auch für Versicherte.

„Das von den Arbeitgebern in der dritten Verhandlungsrunde Mitte März vorgelegte Angebot liegt deutlich unter der zuletzt erwarteten Inflationsrate und zeugt von mangelndem Respekt gegenüber den berechtigten Forderungen der Beschäftigten. Die Beschäftigten haben mehr verdient, zumal sie im Vergleich zu anderen Kassen ohnehin weniger erhalten“, sagte ver.di-Verhandlungsführerin Heike Spies. Zudem seien Verbesserungen für Auszubildende nach bestandener Abschlussprüfung von hoher Bedeutung. „Die eigene Ausbildung ist eines der wichtigsten Instrumente zur Fachkräftesicherung. Wenn es nicht gelingt, ausgebildete Kolleginnen und Kollegen durch attraktive und nachvollziehbare Entwicklungsperspektiven in der eigenen Kasse zu halten, verschärft sich die zum Teil ohnehin angespannte Personalsituation weiter.“

ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten eine Erhöhung der monatlichen Vergütung um 7,5 Prozent, mindestens jedoch um 375 Euro und die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro, jeweils ab 1. Januar 2026, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 12 Monaten. Darüber hinaus erwartet ver.di weitere Verbesserungen insbesondere für Auszubildende und bei den Regelungen zum Gesundheitszuschuss.

Zuletzt hatte die Arbeitgeberseite folgendes Angebot zur Erhöhung der Einkommen vorgelegt: Erhöhung um 2,1 Prozent ab 1.Mai 2026 (nach vier Leermonaten) und um weitere 2,1 Prozent ab 1. Mai 2027 bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von 24 Monaten; die Ausbildungsvergütungen sollen zu denselben Zeitpunkten um jeweils 80 Euro steigen. Zudem soll es Zusatzkomponente in Höhe von 0,6 Prozent geben, die unterschiedlich eingesetzt werden kann.

Von den Verhandlungen sind rund 60.000 Beschäftigte bei der AOK sowie der ITSCare (IT-Dienstleister für AOK) und dem AOK-Bundesverband betroffen.

Für Rückfragen:

Heike Spies (ver.di-Verhandlungsführerin), 0170/5748543

V.i.S.d.P.

Richard Rother 
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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