ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Medien-Info: Tarifverhandlungen Autobahn: ver.di kritisiert Hinhaltetaktik der Arbeitgeber und fordert konkretes Angebot
Tarifverhandlungen Autobahn: ver.di kritisiert Hinhaltetaktik der Arbeitgeber und fordert konkretes Angebot
Nach einer ergebnislosen ersten Runde bei den Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Autobahn GmbH des Bundes fordert die Gewerkschaft den Arbeitgeber auf, ein konkretes Angebot zum Entgelt vorzulegen. ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt für die rund 15.000 Beschäftigten der bundeseigenen Gesellschaft, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr, um die unteren Lohngruppen zu stützen. Auch die Nachwuchskräfte sollen 300 Euro mehr im Monat erhalten. In der ersten Runde am Donnerstag legten die Vertreter der Autobahn GmbH kein Angebot zur Gehaltsforderung vor, trotz beharrlichem Nachfragen. Die Gewerkschaft beendet daraufhin die Runde vorzeitig.
„Dass die Autobahn GmbH sich nicht in der Lage sieht, ein konkretes und verhandelbares Angebot zur Entgelthöhe vorzulegen, ist mehr als bedauerlich – wir hätten die Zeit besser nutzen können“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Oliver Bandosz am Freitag. Er forderte die Arbeitgeber auf, in der zweiten Runde Anfang Februar nicht erneut eine Vielzahl von Nebenthemen aufzumachen, sondern zur Entgeltfrage zu verhandeln. „Da wollen wir eine Antwort hören“. Der Gewerkschafter machte darauf aufmerksam, dass die Autobahn GmbH vor milliardenschweren Sanierungsaufgaben stehe, zugleich aber tausend Stellen im Unternehmen unbesetzt seien. „Ein attraktiver Arbeitgeber ist ein Arbeitgeber, der gut bezahlt. Das gilt auch für die Autobahn GmbH.“
Nach diesem ernüchternden Auftakt, so Bandosz, prüfe die Gewerkschaft alle geeigneten Maßnahmen, um den Druck auf die Verhandlungen zu erhöhen.
V.i.S.d.P.
Jan Thomsen ver.di-Bundesvorstand Paula-Thiede-Ufer 10 10179 Berlin Tel.: 030/6956-1011, -1012 E-Mail: pressestelle@verdi.de www.verdi.de/presse