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Medien-Info: Tarifrunde für die Autobahn GmbH startet: ver.di fordert sieben Prozent mehr Lohn

Tarifrunde für die Autobahn GmbH startet: ver.di fordert sieben Prozent mehr Lohn

In die erste Tarifrunde für die seit fünf Jahren bestehende Autobahn GmbH des Bundes geht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit einer Forderung von sieben Prozent mehr Gehalt im Monat – mindestens aber 300 Euro, um die unteren Lohngruppen zu stützen. Auch die Nachwuchskräfte der bundeseigenen Gesellschaft sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten.

Die Forderung der ver.di-Tarifkommission basiert auf einer Beschäftigtenbefragung, an der fast 3.000 Kolleginnen und Kollegen teilgenommen hatten. Insgesamt betroffen sind, inklusive Nachwuchskräfte, rund 15.000 Mitarbeitende der größten Autobahnbetreiberin in Europa, die Anfang 2021 für Deutschlands Bundesfernstraßen den Bau und Betrieb sowie die Planung und Unterhaltung übernommen hat. Zuvor waren diese Aufgaben dezentral, im Auftrag des Bundes, auf die jeweiligen Bundesländer verteilt gewesen.

„Die Beschäftigten der Autobahn GmbH halten seit fünf Jahren das marode System Autobahn in Deutschland am Laufen“, sagte Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende, am Dienstag. „Das funktioniert nur mit vollem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, Tag und Nacht, oft weit über das Erwartbare hinaus. Dafür gebührt ihnen mehr als freundlicher Dank: Sie haben spürbar höhere Gehälter verdient.“ Gerade angesichts der Milliardenbeträge für das Autobahnnetz aus dem neuen Infrastrukturfonds, die in den kommenden Jahren verplant und verbaut werden sollen, brauche das Land „hoch motivierte und gut bezahlte Beschäftigte“, betonte Behle. Zudem gebe es immer noch rund tausend unbesetzte Stellen bei der Autobahn GmbH: „Es braucht attraktive Arbeitsplätze, um diese Lücken dauerhaft zu füllen.“

Claudia Latzer, Vorsitzende der ver.di-Bundesbetriebsgruppe und Mitglied der ver.di-Tarifkommission, erklärte: „Die Beschäftigten der Autobahn GmbH stehen vor einer gigantischen Sanierungsaufgabe, um Deutschlands Brücken und Bundesfernstraßen endlich wieder fit für den Verkehr zu machen. Wir werden das engagiert umsetzen – aber dafür braucht es auch ein klares Signal der Wertschätzung bei den Gehältern.“

Norbert Klein, stellvertretender Vorsitzender der ver.di-Bundesbetriebsgruppe, ergänzte: „Egal ob Winterdienst, Großschadenslage oder Brückensanierung – die Beschäftigten der Autobahn GmbH setzen sich in jeder Situation voll dafür ein, dass der Verkehr möglichst reibungslos weiterlaufen kann. Wir gehen davon aus, dass der Arbeitgeber dies weiß und in der anstehenden Tarifrunde mit entsprechenden Angeboten berücksichtigt. Die Beschäftigten sind jedenfalls bereit, für ihre Forderungen zu kämpfen.“

Die Verhandlungen finden in Berlin statt und sind vorerst auf drei Runden terminiert: Sie beginnen am Donnerstag, den 8. Januar 2026, die folgenden Termine sind der 6. Februar sowie der 25./26. Februar 2026.

V.i.S.d.P.

Jan Thomsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin

Tel.: 030/6956-1011, -1012
E-Mail:  pressestelle@verdi.de
 www.verdi.de/presse
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