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09.12.2013 – 10:57

Menschenkinder Verlag

Mit Kinderliedern erfolgreicher als Andrea Berg
Interview mit Thorsten Kambach und Kinderliedersänger Detlev Jöcker über den Erfolg eines fast unbemerkten Genres

Mit Kinderliedern erfolgreicher als Andrea Berg / Interview mit Thorsten Kambach und Kinderliedersänger Detlev Jöcker über den Erfolg eines fast unbemerkten Genres
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MünsterMünster (ots)

Herr Jöcker, kürzlich wurden ihre Kinderalben "Tamusiland" und "Kleine Kerze leuchte" mit Gold und Platin ausgezeichnet. Wie fühlt man sich, so schwer mit Edelmetall beladen?

D.J.: Ausgezeichnet! (Lacht) Aber jetzt mal im Ernst. Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, denn sie unterstreicht den Stellenwert der neuen Kindermusik in Deutschland. Fast unbemerkt von den Medien, ist dieses Genre schon seit Jahrzehnten unglaublich erfolgreich.

Mit über 13 Millionen verkauften Tonträgern sind Sie sogar noch erfolgreicher als Andrea Berg. Warum finden Sie nicht in den deutschen Medien statt?

D.J.: Das liegt in der Natur der Sache. Über 30 Jahre habe ich durch erste Konzerte in Kindergärten und dann später mit Tourneen in fast alle Stadthallen der Republik meine Kinderlieder bekannt gemacht. Das sind Ereignisse, die für die Print-, Radio- und TV-Industrie nicht spektakulär genug sind.

Die demoskopische Entwicklung in Deutschland zeigt einen eindeutigen Trend. Es werden immer weniger Kinder geboren. Wie kommt es, dass trotzdem immer mehr Tonträger für Kinder verkauft werden?

D.J.: Der Kinderliedermarkt erlebt seit vielen Jahren, trotz der negativen demoskopischen Entwicklung, einen Boom. Tatsache ist, dass mehr Geld für den Nachwuchs ausgegeben wird, obwohl weniger Kinder in Deutschland zur Welt kommen. Als Großvater weiß ich aus eigener Erfahrung, wie locker manchmal das Geld sitzt, wenn es darum geht seinen Kindern oder Enkeln etwas zu kaufen, was sie fördert und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt. Und dazu gehören auch die neuen Kinderlieder.

Ist das nicht ein bisschen weit hergeholt, dass Kinderlieder die Persönlichkeitsentwicklung von Kinder fördern?

D.J.: Keineswegs. Beim gemeinsamen Singen, Zuhause in Kindergärten oder Schulen entsteht lebendige und aktive Gemeinschaft. Das fördert und fordert soziales Verhalten. Darüber hinaus fördert das Singen von Liedern nachweislich die Sprachentwicklung von Kindern. Das Erlernen der deutschen Sprache bei kleinen Kindern mit Migrationshintergrund wird z.B. durch das Singen von Spielliedern effektiv unterstützt, weil Kinder gerne singen und sich dazu bewegen. Der Merk- und Lerneffekt von neuen Wörtern und Begriffen wird dadurch deutlich verstärkt.

Herr Jöcker, Sie sind am 5. Oktober 62 Jahre alt geworden. Ist es jetzt nicht so langsam an der Zeit den "Goldenen Herbst" des Lebens zu genießen und sich auf den Lorbeeren Ihres künstlerischen Schaffens auszuruhen.

D.J.: (Lacht) Auf keinen Fall. Das Finden von interessanten Themen und das Erfinden von neuen Liedern bereitet mir immer noch sehr viel Freude. Sie sollten mal mal erleben, was für einen Spaß die Kinder mit dem "singenden Großvater" Detlev bei den Live-Veranstaltungen vor der Bühne haben. Dann verspüre ich ein Gefühl von tiefer Freude und Sinnhaftigkeit, das ich noch solange erleben möchte, wie es mir mein körperliches und geistiges Fit sein erlaubt.

Herr Jöcker ich danke Ihnen für das Gespräch.

Bis Ende März gastiert Detlev Jöcker mit seinem neuen Bühnenprogramm "Bunte Liederwelt Tour" in 36 deutschen und österreichischen Städten

Aktuelles

   - Gold Auszeichnung für über 25.000 verkaufte DVDs von 
     "Tamusiland", einer Kindersendung von SUPER RTL, die mit einem 
     Marktanteil von bis zu 36 Prozent zu einem der erfolgreichsten 
     Kinderlieder-Formate gehört
   - Platin Auszeichnung für über 500.000 verkaufte CDs von dem 
     Weihnachtsalbum "Kleine Kerze leuchte" 

Tournee

Von November 2013 bis März 2014 präsentiert Detlev Jöcker seine neue Show "Bunte Liederwelt Tour" in 36 deutschen und österreichischen Städten

Vita (kurz)

Detlev Jöcker gehört mit über 13 Millionen verkauften Tonträgern (GfK) zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstler. Als "Botschafter für Kinderprojekte" unterstützt er schon seit vielen Jahren die "ZNS-Hannelore Kohl Stiftung". Für sein karitatives Engagement bekam er den "Kinderlachen-Award" überreicht. Für das Goethe-Institut bereiste Jöcker als "Botschafter des deutschen Kinderliedes zahlreiche Länder in Europa.

Vita (lang)

Detlev Jöcker studierte Musik in Münster und gründete 1982 die Gruppe Menschenkinder. Er spielte auf vielen Kirchentagen, gab zahlreiche Konzerte und veranstaltete Singseminare für Erzieher/innen, Grundschullehrer/innen und Eltern. Neben einer pantomimischen Ausbildung, agierte Jöcker auch als Schauspieler, u.a. in der "Kurt Tucholsky Revue" im Düsseldorfer Kommödchen und in der "Bauernoper" im Göttinger Schauspielhaus. Als Vater von vier Kindern komponierte er für seinen jüngsten Sohn Daniel die ersten "Lern-, Spiel- und Bewegungslieder". Mit Abdrucken seiner Lieder in unzähligen Publikationen, pädagogischen Fachbüchern, und kirchlichen Gesangsbüchern, gehört Detlev Jöcker zu den meistgesungenen zeitgenössischen Autoren von Kinderliedern. Für mehr als 13 Millionen verkaufte Tonträger bekam Detlev Jöcker vom Bundesverband der Musikindustrie zahlreiche Gold- und Platinauszeichnungen.Als "Botschafter des deutschen Kinderliedes" reiste er im Auftrag des Goethe-Instituts durch verschiedene Länder, um mit seinen Konzerten für die deutsche Sprache und Kultur zu werben. Nach seinem Treffen mit Friedensnobelpreisträger Shimon Peres im Jahr 2005 wurde er zum Botschafter für die Peres-Stiftung. Jöcker komponierte für Kindersendungen wie "Tamusiland" und Hörspiele, z.B. "Der Regenbogenfisch". Seine Kinderlieder wurden in viele Sprachen übersetzt. Darüber hinaus ist er ist der Gründer des Menschenkinder-Verlags.Für sein außergewöhnliches soziales Engagement erhielt er u.a. den "Kinderlachen-Award 2006" und 2011 die Hannelore Kohl- Ehrenmedaille. 2006 wurde Jöcker im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn, im Rahmen einer Ausstellung zum Thema "Melodien für Millionen: Das Jahrhundert des Schlagers", neben Udo Jürgens, Caterina Valente und weiteren bekannten Persönlichkeiten, für sein Werk gewürdigt. Er war Mitglied der Ökumenischen Textautoren- und Komponistengruppe der Werkgemeinschaft Musik e.V. und der AG Musik in der Evangelischen Jugend e.V., heute Textautoren- und Komponistengruppe TAKT

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