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Rheinische Post: Bushs Irrweg - Von GODEHARD UHLEMANN

Düsseldorf (ots)

US-Präsident George W. Bush macht es seinen
Kritikern leicht. Er ignoriert berechtigte Einwände gegen den Umgang 
mit den Gefangenen im Lager Guantanamo, die der Präsident von 
militärischen Sondertribunalen aburteilen lassen will. Der Weg, den 
Bush dabei einzuschlagen gedenkt, war bereits vom Obersten 
Gerichtshof der USA Mitte vergangenen Jahres als Irrweg verworfen 
worden. Damit war auch der außerhalb der USA geäußerten harschen 
Kritik an mangelnden rechtsstaatlichen Kriterien der Makel der steten
US-Schelte genommen.
Doch nun kommt erneut Entsetzen auf. Indirekte Zeugenaussagen und 
wie auch immer erzwungene Aussagen sollen zu einer Verurteilung 
ausreichen, wobei diese Sondertribunale die Todesstrafe verhängen 
können. Solche juristischen Verfahrensweisen würde Bush im Iran oder 
in Nordkorea zu Recht empört als inhuman rügen. Unter Zwang, Druck 
oder Folter lassen sich nirgendwo auf der Welt gerichtsverwertbare 
Aussagen erzielen. Niemand bestreitet Amerika das Recht, Terroristen,
des Terrors Verdächtige oder deren geistige Brandstifter vor Gericht 
zu stellen. Doch das muss zur Ehre jeder Demokratie im Rahmen des 
Rechtsstaates erfolgen. Alles andere beschädigt dessen 
Vorbildfunktion.

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