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Rheinische Post: Drohnen-Präzision

Düsseldorf (ots) - Die emotional ausufernde Drohnen-Debatte hat in Teilen skurrile Züge. Natürlich darf jeder fürchten, dass sich Technik verselbständigen könnte, was bei einem Waffensystem fatal wäre. Aber verzichten wir wegen der Einparkhilfe aufs Autofahren oder wegen des Autopiloten und des Instrumentenlandesystems aufs Fliegen? Entscheidend ist, dass der Mensch die Kontrolle behält. Und das ist bei den Drohnen mehr gegeben als bei vielen anderen Systemen. Die Artillerie-Granate fliegt aus 30 Kilometern Entfernung unbemannt und nicht mehr steuerbar ins Kampfgeschehen. Das soll hinnehmbar sein, während die millimetergenau aufklärende und präzise ausschaltende Drohnentechnik aber Teufelszeug ist? Vergessen wir da vielleicht etwas? Zum Beispiel, dass der Bundeswehr eine Drohnen-Anwendung à la USA in Pakistan schlicht verboten wäre. Vermutlich wird es nun auf eine großkoalitionär-verträgliche Lösung hinauslaufen: Eine langfristige Festlegung auf eine Aufklärungsdrohne, die möglicherweise auch bewaffnet werden könnte. Irgendwann.

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