Verband der privaten Bausparkassen e.V.

Zehnder: Bausparkassen trotzen schwierigen Zeiten

    Berlin (ots) - Das Sicherheitsdenken hat bei den Bundesbürgern
offenbar wieder die Oberhand gewonnen. Davon profitiert auch das
Bausparen, berichtet der Verband der Privaten Bausparkassen heute
anlässlich der Vorlage seines Geschäftsberichtes 2001. Angesichts
eines Kapitalverlustes der privaten Haushalte an der Börse in Höhe
von 160 Mrd. Euro bzw. 70 Prozent der Geldvermögensbildung, wie er
von der Deutschen Bundesbank beziffert worden sei, sei dies nicht
weiter erstaunlich. Denn Aktien seien und blieben hochspekulative
Geldanlagen. Empirische Untersuchungen verschiedener Anlageformen
hätten eindrucksvoll belegt, dass Aktien - nach Gold - die weitaus
höchsten Schwankungen in der Wertentwicklung aufwiesen. Die eigenen
vier Wände seien dagegen von einer kontinuierlichen
Aufwärtsentwicklung des Vermögenswertes gekennzeichnet.
    
    Andreas J. Zehnder, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der
Privaten Bausparkassen: "Möglicherweise stehen wir aufgrund der
anhaltenden Tauchfahrt der Börsenindizes vor einer neuen "Lust auf
Wohneigentum". Nach dem deutlichen Rückgang des Bausparens im Jahre
2000 verzeichnen wir nun seit etwa anderthalb Jahren eine
kontinuierliche Aufwärtsentwicklung. Das Bausparen stellt einen
Indikator (mit zeitlichem Vorlauf) für die Entwicklung des
Eigenheimbaus dar."
    
    Die Bausparsumme der bei den privaten Bausparkassen neu
abgeschlossenen Bausparverträge stieg im ersten Halbjahr 2002
gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent auf rd.
24,8 Mrd. Euro an. Dabei sind die Entwicklungen in den alten und
neuen Bundesländern unterschiedlich ausgeprägt. Auf die neuen
Bundesländer entfielen 4,0 Mrd. Euro, was einen Zuwachs von 1,2
Prozent bedeutet, auf die alten Bundesländer 20,8 Mrd. Euro (+ 3,2
Prozent).
    
    Die Anzahl dieser im 1. Halbjahr neu abgeschlossenen
Bausparverträge blieb mit 1,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
unverändert.
    
    "Zu der Geschäftsentwicklung des Jahres 2002 ist bisher zu
vermerken: In schwierigen Zeiten ein leichtes Plus. Um diese
Entwicklung richtig bewerten zu können, muss man sich die
wirtschaftliche Großwetterlage in Deutschland vor Augen führen. Das
volkswirtschaftliche Wachstum tendiert gegen Null. Hinzu kommt, dass
die Auswirkungen der Riesterreform nicht abschätzbar sind. Die
derzeitigen Regelungen sind zu kompliziert und wenig transparent, so
dass viele Bürger davor zurückschrecken, Verträge abzuschließen.
Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren die Rahmenbedingungen im
Wohnungsbau verschlechtert", so Zehnder.
    
    Der Spargeldeingang entwickelte sich im ersten Halbjahr 2002
erfreulich. Er stieg um 5,1 Prozent auf 7,6 Mrd. Euro an. Der gesamte
Geldeingang stieg im gleichen Zeitraum um 2,4 Prozent auf 12,7 Mrd.
Euro an.
    
    Zum 30. Juni 2002 verwalteten die privaten Bausparkassen 21,2
Millionen Verträge (- 1,1 Prozent) über eine Summe von 449,5
Milliarden Euro (+ 1,0 Prozent). Die Bilanzsumme der 18 Institute
belief sich auf 116,4 Milliarden Euro (+ 3,2 Prozent). Der Bestand an
Baudarlehen erhöhte sich um 3,7 Prozent auf 74,0 Mrd. Euro.
    
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