Gesellschaft für bedrohte Völker e.V.

TERMIN: Aktion während der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen

Hunderttausende Uiguren und Kasachen illegal eingesperrt - Eindringliche Menschenrechtsaktion in Berlin: Kanzlerin Merkel soll Schließung der Umerziehungslager fordern! am Montag, den 09. Juli, von 8.45 Uhr bis 11.30 Uhr östlich der Schweizer Botschaft, Ecke Otto-von-Bismarck-Allee in 10557 Berlin

--- Göttingen/Berlin, den 5. Juli 2018 --- Mit einer bunten Menschenrechtsaktion wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auffordern, sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am kommenden Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einzusetzen.

In Deutschland lebende Tibeter und Uiguren werden die Aktion unterstützen, die die GfbV mit eindringlichen Bildern und Accessoires in Szene setzen wird. So wird sich unter anderem ein Aktivist einen überdimensionalen Waschmittelkarton für "Gehirnwaschpulver" überstülpen. Computermonitore mit dem Konterfei von Staatspräsident Xi Jinping werden die totale Überwachung der uigurischen Bevölkerung im Nordwesten Chinas symbolisieren.

"Hunderttausende Uiguren, aber auch ethnische Kasachen werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Umerziehungslagern festgehalten und einer quälenden Gehirnwäsche unterzogen. Dabei kümmert es die Regierung nicht, dass mit der illegalen Inhaftierung chinesisches Recht gebrochen wird, das ist eine zutiefst menschenverachtende Politik", kritisiert der GfbV-Mitarbeiter Hanno Schedler und warnt: "Erst wurde in Tibet ein Polizeistaat errichtet, jetzt wird in Xinjiang ein System zur totalen Überwachung der Bevölkerung installiert. Das wird die Spannungen zwischen den Uiguren, Kasachen und der Mehrheitsbevölkerung der Han weiter verschärfen."

Mit ihrer Aktion setzen sich die Menschenrechtler auch für die in der chinesischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit in Tibet ein. "Der Dalai Lama wird am 6. Juli 83 Jahre alt und viele Tibeter möchten ihrem geistlichen Oberhaupt öffentlich die Ehre erweisen", berichtet Schedler. "Doch die Tibeter werden von den chinesischen Behörden systematisch daran gehindert, ihm zu huldigen: Es ist nach wie vor bei Androhung harter Strafen verboten, Fotos vom Dalai Lama aufzustellen."

Hanno Schedler ist zu erreichen unter Tel. 0176 34 994 337. Während der Aktion ist der GfbV-Direktor Ulrich Delius zu erreichen unter Tel. 0160 95 67 1403.

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