Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Der Wohnungsmarkt braucht einen Bau-Turbo II
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Baufertigstellungszahlen gehen weiter runter. Verbände-Bündnis appelliert an Bundesregierung und fordert sechs Sofort-Maßnahmen
Trotz steigender Baugenehmigungszahlen ist die Situation am Wohnungsmarkt seit Jahren kritisch. Die Fertigstellungszahlen 2025 in Höhe von 206.600 Wohnungen (-18 Prozent) sind ein Beleg dafür, dass der Wohnungsmarkt noch stärker als bisher auf politische Unterstützung angewiesen ist. Nur so können wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen zur Realisierung von bezahlbarem Wohnraum etabliert werden. Denn eine Genehmigung führt nicht automatisch zum Bau neuer Wohnungen. Im Gegenteil: Der Auftragsmangel bei den Wohnungsbauunternehmen nimmt zu und damit auch der Mangel an Wohnraum insgesamt.
Ein breites Verbände-Bündnis aus BAUINDUSTRIE, ZIA, bbs, BDA, BDB, BFW, GdW, IVD, VBI, VDIV und vdp und fordert jetzt in einem Appell (https://www.bauindustrie.de/appell_wohnungsbau) einen „Bau-Turbo II“ mit folgenden sechs Sofort-Maßnahmen:
1. Ein neuer gesellschaftlicher Konsens für den Wohnungsbau
2. Verlässliche Förderpolitik gewährleisten
3. Steuerliche Rahmenbedingungen verbessern
4. Stabile Finanzierung sicherstellen
5. Einfaches Bauen: Gebäudetyp E muss kommen
6. Mietenregulierung nicht weiter unnötig verschärfen
Mit dem heute veröffentlichten Verbände-Appell möchte das Bündnis auf die zielführenden Maßnahmen im Koalitionsvertrag hinweisen, die aber bis heute noch nicht in die Umsetzung gekommen sind. Stattdessen werden im politischen Diskurs immer neue wohnungsbaupolitische Ideen diskutiert, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was zu Beginn der Koalition aus CDU, CSU und SPD vereinbart wurde. Kurz: Das Bündnis ruft die Bundesregierung zu einer klaren Prioritätensetzung und zu entschlossenem Handeln für die Beschleunigung des Wohnungsbaus in Deutschland auf. Die unterzeichnenden Verbände fordern die Bundesregierung deshalb dazu auf, die genannten Maßnahmen schnellstmöglich und konsequent umzusetzen. Nur so kann der seit über fünf Jahren andauernden Krise am Wohnungsmarkt endlich ein Ende gesetzt werden.
Dies ist die Bundesregierung nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern schuldig, die in den Ballungszentren dringend nach bezahlbarem Wohnraum suchen, sondern auch einer Bau- und Immobilienbranche, die trotz vieler Jahre der Rezession ihre Mitarbeitenden gehalten hat und einen enormen Beitrag für die Konjunktur in unserem Land leisten. Das Bündnis bekräftigt abschließend sein Angebot an die Bundesbauministerin, in einen intensiven Arbeits- und Umsetzungsdialog abseits der etablierten Runden zu treten.
Den Sprechzettel von BAUINDUSTRIE-Präsident Olaf Demuth zur Pressekonferenz finden Sie hier:
https://www.bauindustrie.de/26522
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