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Gewinne sind nicht gleich Vermögen: Wie Unternehmer ihr Geld richtig anlegen

Gewinne sind nicht gleich Vermögen: Wie Unternehmer ihr Geld richtig anlegen
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Hamburg (ots)

Viele Unternehmer erwirtschaften solide Gewinne – doch das bedeutet nicht automatisch, dass langfristig Vermögen aufgebaut wird. Häufig bleibt Kapital im Unternehmen gebunden, wird reinvestiert oder unstrukturiert angelegt. Gleichzeitig fehlt oft eine klare Strategie, wie Gewinne systematisch in private Vermögenswerte überführt und abgesichert werden können.

Der größte Denkfehler vieler Unternehmer ist: hoher Gewinn gleich finanzielle Sicherheit. Ohne klare Trennung zwischen Unternehmensvermögen und privatem Vermögensaufbau entsteht schnell eine gefährliche Abhängigkeit vom eigenen Betrieb. Hier erfahren Sie, wie Unternehmer Gewinne strategisch nutzen, Risiken streuen und langfristig ein stabiles Vermögen außerhalb des eigenen Unternehmens aufbauen können.

Unternehmensgewinn ist nicht automatisch Unternehmervermögen

Viele Unternehmer konzentrieren sich auf Wachstum und Geschäftserfolg. Der systematische Vermögensaufbau für Unternehmer bleibt dabei häufig auf der Strecke. Solange Umsätze und Gewinne stimmen, entsteht oft das Gefühl finanzieller Sicherheit. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch nicht automatisch um ein belastbares Unternehmervermögen.

Wer ausschließlich auf den Unternehmenswert setzt, geht ein erhebliches Klumpenrisiko ein. Gerät das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten, ist häufig auch ein Großteil des privaten Vermögens betroffen. Deshalb sollten Unternehmer frühzeitig damit beginnen, Unternehmensgewinne anzulegen und Vermögen außerhalb des Unternehmens aufzubauen.

Warum die Altersvorsorge vieler Unternehmer Lücken aufweist

Besonders bei der Altersvorsorge von Gesellschafter-Geschäftsführern zeigt sich häufig Handlungsbedarf. Viele Unternehmer beschäftigen sich erstmals über die betriebliche Altersvorsorge intensiver mit dem Thema Vermögensaufbau. Dabei orientieren sich zahlreiche Lösungen an klassischen Arbeitnehmermodellen und berücksichtigen die besonderen Anforderungen von Unternehmern nur eingeschränkt.

Oft werden Standardlösungen wie Direktversicherungen oder kleinere Versorgungssysteme empfohlen, die zwar Sicherheit bieten, für die langfristigen Vermögensziele vieler Unternehmer jedoch nicht ausreichen. Häufig fehlt eine Strategie, die sowohl den Kapitalaufbau als auch die individuellen Ziele eines Unternehmers berücksichtigt.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmer deutlich weniger für ihre Altersvorsorge zurücklegen, als sie eigentlich müssten. Arbeitnehmer investieren über die gesetzliche Rentenversicherung indirekt rund 20 Prozent ihres Bruttoeinkommens in die Altersvorsorge. Für Geschäftsführer sollte mindestens dieselbe Größenordnung gelten. Bei einem monatlichen Bruttogehalt von 10.000 Euro entspricht das mindestens 2.000 Euro pro Monat, sinnvoll häufig sogar 2.500 bis 3.000 Euro. Wer erst mit 40 oder 45 Jahren beginnt, Vermögen aufzubauen, muss entsprechend höhere Beträge investieren.

Rendite und Risikostreuung sind entscheidend

Eine zu starke Fokussierung auf Sicherheit kann langfristig den Vermögensaufbau bremsen. Viele klassische Vorsorgeprodukte sind sehr konservativ ausgerichtet und erzielen entsprechend niedrige Renditen. Das kann dazu führen, dass trotz jahrelanger Einzahlungen nicht ausreichend Vermögen für den Ruhestand aufgebaut wird.

Für eine erfolgreiche Altersvorsorge sollten Unternehmer daher auf renditestarke und breit gestreute Anlagen setzen. Langfristig haben internationale Aktienmärkte durchschnittliche Renditen von rund acht - neun Prozent pro Jahr erzielt. Altersvorsorgelösungen sollten deshalb Ertragschancen bieten, die mit einem breit diversifizierten Investmentportfolio vergleichbar sind.

Dazu zählen beispielsweise Aktien oder ein ETF-Investment für Unternehmer, das eine kostengünstige Beteiligung an den internationalen Kapitalmärkten ermöglicht. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Prüfung der Unternehmensliquidität. Nicht jeder erwirtschaftete Euro muss dauerhaft im Betrieb verbleiben. Wer überschüssige Mittel gezielt nutzt und Unternehmensgewinne investieren möchte, kann Schritt für Schritt Vermögen außerhalb des Unternehmens aufbauen und die Risikostreuung für Unternehmer verbessern.

Holdingstruktur als strategische Lösung

Für den Vermögensaufbau kommen grundsätzlich zwei Wege infrage: die direkte Entnahme von Gewinnen über Gehalt oder Ausschüttungen sowie der Vermögensaufbau über eine Holdingstruktur. Während direkte Entnahmen sowohl auf Unternehmens- als auch auf privater Ebene steuerlich belastet werden, kann eine Holding für Unternehmer häufig Vorteile beim langfristigen Kapitalaufbau bieten.

Gleichzeitig schafft sie eine klare Trennung zwischen Unternehmensrisiko und Vermögen. Die Holding kann als Liquiditätsreserve dienen, Investitionen ermöglichen oder in Krisenzeiten zusätzliche Stabilität schaffen. Dadurch unterstützt sie den Vermögensaufbau außerhalb des Unternehmens und erhöht die finanzielle Flexibilität.

Fazit

Wer langfristig Vermögen als Unternehmer aufbauen möchte, sollte Unternehmensgewinne nicht ausschließlich im Betrieb belassen. Eine durchdachte Vermögensstrategie für Unternehmer, ergänzt durch renditestarke und breit gestreute Kapitalanlagen sowie gegebenenfalls eine Holdingstruktur, schafft die Grundlage für mehr Sicherheit, Stabilität und finanzielle Unabhängigkeit. Entscheidend ist, Unternehmensgewinn und Privatvermögen konsequent voneinander zu trennen und Vermögen aufzubauen, das auch unabhängig vom eigenen Betrieb Bestand hat.

Über Sebastian Ohligschläger:

Sebastian Ohligschläger ist Gründer von Ohligschläger Consulting und berät Geschäftsführer sowie Vorstände zur steueroptimierten Altersvorsorge. Er entwickelt Versorgungsmodelle, die Investitionen in ETFs und Aktien auf Unternehmensebene ermöglichen. Sein Ansatz verbindet Vermögensaufbau mit steuerlicher Effizienz und klaren Strukturen. Mehr Informationen unter: https://ohligschlaeger-consulting.de/

Pressekontakt:

Ohligschläger Consulting
Inhaber: Sebastian Ohligschläger
E-Mail: info@ohligschlaeger-berger.de
Website: https://ohligschlaeger-consulting.de/

Ruben Schäfer
redaktion@dcfverlag.de

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