Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz

So feiern sie ein tierleidfreies Osterfest
VIER PFOTEN gibt Tipps zur bewussten Vermeidung von Tierquälerei auf Ostertisch und Osternest

Hamburg (ots) - In wenigen Tagen wird das Osterfest gefeiert - mit bunten Eiern, Osterschinken und süßen Kaninchen. Doch Jahr für Jahr bedeutet Ostern für viele Tiere Qual und Tod, vom bunt bemalten Käfigei bis zum Osterschinken aus Intensivtierhaltung. VIER PFOTEN zeigt, wie man bewusst tierleidfrei Ostern feiern kann.

Der festlich hergerichtete Ostertisch und das Osternest sind am Ostersonntag für Groß und Klein ein Grund für Freude und Genuss. VIER PFOTEN warnt jedoch vor fertig gefärbten Ostereiern. "Lassen Sie Ihre Kinder zu Ostern keine Käfigeier suchen!", mahnt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. "Fertig gefärbte Eier auf Märkten können aus dem Ausland kommen und aus Käfighaltung stammen. Am besten ist es, ungefärbte Eier aus (Bio-)Freilandhaltung zu kaufen und selber zu färben. Bei diesen Eiern kann man den Stempel gut lesen und sich für diejenige Haltungsform entscheiden, die den Hennen die art gerechtere Lebensform bietet." Hierbei ist besonders die erste Zahl des Stempelcodes wichtig, sie gibt Auskunft über die Haltungsform der Legehennen: Ein Ei mit der Zahl 3 am Beginn der Stempelung stammt aus tierquälerischer Käfighaltung und sollte nicht gekauft werden. Ansonsten gilt: Je niedriger die erste Zahl auf dem Stempel, desto besser die Haltung der Tiere. "2" bedeutet Bodenhaltung, VIER PFOTEN empfiehlt Eier mit der "1" für Freilandhaltung oder "0" für Bio-Freilandhaltung zu wählen."

Achtung, auch bei Ostergebäck und Co.: Diese Produkte enthalten oft Käfigeier. "Das Problem ist die fehlende Kennzeichnungspflicht der verarbeiteten Eier. Daher raten wir auch in diesem Fall dazu: Kaufen Sie die Zutaten einzeln und backen sie selbst. Nur so kann man wirklich sichergehen, dass für das Gebäck kein Tier leiden musste", erklärt Johanna Stadler: "Als einfache Grundregel gilt: Wo nicht klar Freilandei draufsteht, ist auch kein Freilandei drin."

Auch der Osterschinken kann nach Tierleid schmecken. VIER PFOTEN empfiehlt, Fleisch aus (Bio-) Freilandhaltung und am besten ab Hof zu kaufen. So kann man selber kontrollieren, ob die Produktion auch hält, was sie auf der Verpackung verspricht. Es wäre aber auch denkbar, seine Lieben mit einem fleischlosen Ostergericht zu verwöhnen. Schauen Sie sich in Supermärkten nach pflanzlichen Fleischalternativen um - und lassen Sie sich überraschen.

Ein Osternest ist ohne Schokoladeneier und -hasen nicht komplett. Wer hier ganz sicher sein will, dass für die Herstellung der Schokolade keine Tiere leiden mussten, kann sich für Schokolade ohne Milch entscheiden. Hier gilt das Gleiche wie für das Ostergebäck: Nachdem die Herkunft der Inhaltsstoffe nicht angegeben werden muss, ist die Gefahr groß, dass die Milch in der Schokolade aus Intensivtierhaltung stammt.

Natürlich werden zu Ostern gerne Hasen und Kaninchen verschenkt - oftmals aus Plüsch oder auf Grußkarten. Doch leider befinden sich oft auch lebendige Tiere im Osternest. Kein Wunder: Kaum jemand kann den großen Augen, dem seidigen Fell und dem Sanftmut der kleinen Nager widerstehen. Doch Achtung, so sehr sich Ihr Kind auch einen "echten" Osterhasen wünscht: Die niedlichen Langohren sind keine Kuscheltiere! VIER PFOTEN rät von einer spontanen Anschaffung von Haustieren ab. Schenken Sie Ihren Kindern stattdessen guten Gewissens Plüschhasen, die die Kinder auf Wunsch jederzeit begleiten. Anhand dieser Tiere kann der verantwortungsvolle Umgang mit lebenden Kaninchen vorbereitet werden. "Ein lebendes Tier sollte erst angeschafft werden, wenn alle Familienmitglieder bereit dazu sind und die Rahmenbedingungen für das Tier geschaffen wurden", betont Johanna Stadler.

VIER PFOTEN WÜNSCHT EINEN FROHEN OSTEREINKAUF!

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