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11.12.2019 – 14:21

IFAW - International Fund for Animal Welfare

Kein Platz für Wildtiere im Green Deal der Europäischen Kommission

Kein Platz für Wildtiere im Green Deal der Europäischen Kommission
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Der IFAW (International Fund for Animal Welfare) begrüßt den mit Spannung erwarteten Green Deal der Europäischen Kommission, der die EU ambitioniert an die Spitze des Kampfes gegen den Klimawandel stellen will. Jedoch fordert der IFAW die Kommission und die Mitgliedsstaaten nachdrücklich auf, mehr für den Schutz von Wildtieren und ihren natürlichen Lebensräumen zu tun.

"Der derzeitige Vorschlag für einen europäischen Green Deal ignoriert weitgehend die Bedrohung von Wildtieren, auch wenn er eine Biodiversitätsstrategie bis zum März 2020 ankündigt", so Robert Kless, Leiter des IFAW in Deutschland. "Der Green Deal enthält keine Maßnahmen gegen den illegalen Handel mit Wildtieren und aus ihnen gefertigten Produkten, obwohl dass der viertgrößte globale illegale Handel ist und eine Hauptursache für den Verlust der Biodiversität. Die Kommission muss konkrete und sofortige Schritte ergreifen und die Mitgliedstaaten auffordern, jetzt zu handeln, da die Situation bereits sehr dramatisch ist."

Der illegale Handel mit wild lebenden Tieren und Wildtierprodukten ist ein Milliardengeschäft. Die Europäische Union (EU) dient als Transit-, Ziel- und Herkunftsmarkt, der dringend geschlossen werden muss.

Der Green Deal der Kommission sieht konkrete Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt für das Jahr 2021 vor, muss dabei jedoch auch den illegalen Handel mit Wildtieren als schwerwiegende Straftat ansehen.

Während der IFAW lobt, dass die Kommission die Rolle der Meere beim Klimawandel anerkennt, muss auch im Bereich des Meeresschutzes mehr getan werden.

"Wir glauben, dass ein größerer "blauer Anstrich" dem Green Deal gut tun würde, indem er die schrecklichen Auswirkungen berücksichtigt, die der Schiffsverkehr auf marines Leben hat - wie Unterwasserlärm und Schiffskollisionen mit Meeressäugern. Wenn die EU und die Mitgliedstaaten ernsthaft entschlossen sind, nachhaltig zu wirken, können sie solche entscheidenden Themen in ihren Plänen nicht außer Acht lassen ", fügt Kless hinzu.

HINTERGRUND:

Die vorherige Kommission hatte 2016 einen Aktionsplan zur Bekämpfung des illegalen Artenhandels auf den Weg gebracht, der im nächsten Jahr endet. Angesichts des Ziels der neuen Kommission, mehr für die Umwelt zu tun, muss dieser Plan erneuert und verschärft werden. Der IFAW erarbeitet derzeit ein Positionspapier zum aktuellen Aktionsplan und zu konkreten Maßnahmen, die nach 2020 umgesetzt werden müssen und engagiert sich seit 2017 für ein EU-weites Elfenbeinhandelsverbot.

Pressekontakt:
Benjamin Wiacek, Communications Manager IFAW Brüssel
bwiacek@ifaw.org, +32 472 17 15 81

Der IFAW (International Fund for Animal Welfare) ist eine weltweite 
gemeinnützige Organisation für die bessere Koexistenz von Tieren und Menschen. 
Wir sind in mehr als 40 Ländern der Welt und auf den Meeren im Einsatz. Wir 
retten und pflegen Tiere, wildern sie wieder aus und bewahren und schützen ihre 
natürlichen Lebensräume. Die Probleme, denen wir uns stellen, sind drängend und 
komplex. Um sie zu lösen, brauchen wir mutiges Handeln und kluges Denken. Wir 
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