Wer Tiere schützt, stoppt auch kriminelle Geschäfte - Maria Noichl, MdEP
EU-Parlament beschließt erstmals europaweite Mindeststandards für Hunde und Katzen
Das Europäische Parlament hat in Straßburg mit großer Mehrheit neue EU-weite Vorschriften für das Wohlergehen und die Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen verabschiedet - und damit das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen. Da bereits eine Einigung mit dem Rat erzielt wurde, kann die Verordnung nun nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft treten – voraussichtlich 20 Tage später. Die Anwendung erfolgt anschließend schrittweise über festgelegte Übergangsfristen in den Mitgliedstaaten.
Maria Noichl, agrarpolitische Sprecherin der Europa-SPD:
„Mit diesem Beschluss ziehen wir endlich eine klare Grenze gegen Tierleid und organisierte Kriminalität im Haustierhandel. Der boomende Online-Markt hat viel zu lange Grauzonen geschaffen, in denen Tiere wie Ware behandelt wurden. EU-weit verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung bringen Transparenz in einen bislang oft undurchsichtigen Markt und machen es deutlich schwerer, Tiere illegal zu handeln oder ihre Herkunft zu verschleiern.
Gleichzeitig setzen wir klare Standards für Zucht, Haltung und Import – und schützen damit nicht nur die Tiere, sondern auch verantwortungsvolle Halter:innen und Züchter:innen vor unfairer Konkurrenz. Für uns ist entscheidend: Tierwohl ist kein Nice-to-have, sondern eine Frage von Verantwortung und Anstand im europäischen Binnenmarkt. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mitgliedstaaten die Regeln konsequent umsetzen und kontrollieren – nur dann entfaltet dieses Gesetz seine volle Wirkung.“
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Maria Noichl
Mitglied des Europäischen Parlaments
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