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Angeblich Mädchen in Chemnitz attackiert: Polizei warnt vor Falschmeldung

Berlin (ots)

Laut einem im Internet verbreiteten Schreiben soll am Rande des Bürgerfestes in Chemnitz eine Gruppe junger Männer mit Migrationshintergrund zwei Mädchen belästigt haben. Als zwei Jugendliche als Helfer dazugekommen seien, sei es zu einer gefährlichen Körperverletzung durch Schnittwunden gekommen. Bei einer Besprechung am nächsten Morgen sollen die angeblich eingesetzten Beamten zum Stillschweigen über den Vorfall angewiesen worden sein. Das Schreiben soll von einem «Polizeioberkommissar im Polizeirevier Chemnitz Mitte» stammen. (http://dpaq.de/jmn7K)

BEWERTUNG: Die Chemnitzer Polizei widerspricht dem angeblichen Beamtenbericht. Ihr ist keine derartige Auseinandersetzung bekannt.

FAKTEN: «Die verbreitete Schilderung ist in allen Belangen eine Falschmeldung!», teilte die Polizei mit und stellte klar: Ihr ist keine derartige Auseinandersetzung bekannt und es waren keine Beamten der Polizeidirektion Chemnitz zu einem solchen Anlass im Einsatz.

Es gab auch keine Besprechung mit den Einsatzkräften des Bürgerfestes, dem örtlichen Revierleiter und den anderen benannten Personen. Demzufolge habe es auch keine Anweisung zur Nichtberichterstattung oder zum Bewahren von Stillschweigen gegeben. (http://dpaq.de/pXxNK)

«Wir versuchen herauszufinden, wer das in die Welt gesetzt hat», sagte eine Polizeisprecherin. Die Organisatoren des Bürgerfestes reagierten empört auf das Schreiben zur angeblichen Attacke. «Ich bin wirklich sauer, dass dieses von Anfang bis Ende schöne und komplett friedlich gebliebene Fest so missbraucht wird», sagte Sprecher Sebastian Thieswald.

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Links:

Beitrag: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=2780567191972153&;set=a.362172690478294&type=3&theater (archiviert: http://dpaq.de/jmn7K)

Mitteilung der Chemnitzer Polizei: https://www.polizei.sachsen.de/de/dokumente/PDC/415X29.pdf

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Kontakt zum dpa-Faktencheckteam: faktencheck@dpa.com

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