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Teilzeit-Debatte: Scheinlösungen statt Wertschätzung

Berlin, 27. Januar 2026 – Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) will den „Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit“ streichen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und um die Volkswirtschaft zu entlasten. Das geht aus ihrem Antrag an den CDU-Bundesparteitag im Februar hervor. „Dass wir unsere Wirtschaft und den Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig machen müssen, ist unbestritten. Dies gelingt jedoch nur durch echte Reformvorschläge und nicht durch Symbolpolitik. Es ist nun an der CDU, sich auf ihrem Parteitag klar für eine ganzheitliche Fachkräftesicherung zu positionieren und Arbeitnehmenden und Arbeitgebern ihr Vertrauen auszudrücken. Arbeit ist vielfältig und Leistung muss sich lohnen – so steht es auch im CDU-Grundsatzprogramm“, mahnt der Präsident des Deutschen Führungskräfteverbands Roland Angst.

Laut MIT-Antrag soll der Staat künftig definieren, was eine gute Begründung für einen Anspruch auf Teilzeit ist – und was nicht. Dabei können Arbeitnehmende selbst am besten entscheiden, was für sie eine gute Begründung ist – und können darüber mit ihren Arbeitgebern verhandeln. So wie der Staat sich aus der Tarifpartnerschaft heraushält, sollte er es auch bei Teilzeitverhandlungen halten. Persönliche Begründungen für Teilzeit pauschal abzuwerten ist anmaßend und ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich anstrengen und arbeiten gehen – unabhängig von der Stundenzahl.

Denn neben Kindererziehung, Pflege und Weiterbildung sind beispielsweise auch finanzielle Abwägungen häufig ein Grund, warum sich Vollzeitarbeit nicht lohnt. Wenn mehr Arbeit nicht zu mehr Einkommen führt – weil beispielsweise die dadurch entstehenden Mehrkosten bei Kinderbetreuung, Pflege oder Steuer- und Sozialabgaben über dem zusätzlichen Einkommen liegen – dann braucht es strukturelle Verbesserungen statt Einschränkungen von Rechtsansprüchen. Das wären wirksame Anreize, um die Betroffenen zu mehr Arbeit zu motivieren. Erst vor etwas über einem Jahr hat die CDU sich genau das ins Wahlprogramm geschrieben: eine „Agenda für die Fleißigen“ mit „breiten Entlastungen“ für die „hart arbeitende Bevölkerung“.

„Als Deutscher Führungskräfteverband ULA plädieren wir dafür, dass die CDU sich anlässlich ihres anstehenden Bundesparteitags auf die großen Linien aus ihrem Grundsatzprogramm besinnt. Eine nachhaltige Fachkräftesicherung erfordert verlässliche Rahmenbedingungen, Respekt vor individuellen Lebenslagen und einen ganzheitlichen arbeitsmarktpolitischen Ansatz. Diesem Anspruch wird der Antrag der MIT nicht gerecht“, sagt ULA-Präsident Roland Angst.

Zudem braucht es einen ganzheitlichen Ansatz für eine nachhaltige Fachkräftesicherung. Inländische Potenziale sind ein wichtiger Bestandteil, können aber die bevorstehenden Lücken am Arbeitsmarkt nicht füllen. Es braucht daher eine entschlossene Fachkräfteeinwanderung und Effizienzgewinne durch Digitalisierung. Vor diesem Hintergrund ist eine Fokussierung auf Teilzeitkräfte für die Fachkräftesicherung nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Über die ULA

Der Deutsche Führungskräfteverband ULA ist der Dachverband und das politische Sprachrohr von Führungskräften in Deutschland. Er vertritt ihre Interessen gegenüber Regierung, Parlament und internationalen Institutionen. Auf europäischer Ebene ist die ULA Gründungsmitglied der CEC European Managers.

Weitere Informationen: www.ula.de

Mit freundlichen Grüßen

Ihr ULA-Team

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ULA e.V.

Deutscher Führungskräfteverband

Anton-Wilhelm-Amo-Str. 33, 10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30-30 69 63 0

presse@ula.de

www.ula.de

Die ULA ist Mitglied der CEC European Managers.

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Vereinsregister VR 36138 B Amtsgericht Charlottenburg

Vorstand: Roland Angst (Präsident), Dr. Christoph Gürtler, Dr. Benjamin Koch, Markus Ebel-Waldmann

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