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Baden-Württemberg hat gewählt: Das fordert Badenova von der kommenden Landesregierung

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Baden-Württemberg hat gewählt: Das fordert Badenova von der kommenden Landesregierung

Von der Finanzierung der Energiewende hin zum Wasserstoffhochlauf: Nach der Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg fordert Badenova ein entschlossenes Handeln für die Energie- und Wärmewende. Ein Forderungspapier mit 12 Punkten.

Freiburg, 12. März 2026 – Eine zukünftige Landesregierung steht vor der Aufgabe, die Weichen für ein zukunftsfähiges Baden‑Württemberg zu stellen. Mut, Tempo und klare Prioritäten fordert Badenova, die von fast 100 Kommunen getragene und regional verankerte Energieversorgerin, in einem aktuellen Papier an die Landespolitik. Die Herausforderungen sind gewaltig – ebenso groß die Chancen für Wirtschaft, Klima und Gesellschaft.

Hier sind einige der insgesamt 12 Forderungen zusammengefasst:

Finanzierung und Fortschritt: Kommunalwirtschaft stärken

Die Energiewende braucht enorme Investitionen – weit mehr, als Kommunen und Energieversorger derzeit schultern können. Damit wichtige Projekte nicht ins Stocken geraten, muss die Finanzierung stabil und praxistauglich aufgestellt werden.

Badenova geht es darum, die Eigenkapitalbasis zu stärken: Nachrangdarlehen durch die öffentliche Hand, wie beispielsweise in Hessen und Niedersachsen vergeben, würden die Eigenkapitalbasis kommunaler Unternehmen stärken. Das eröffnet neue Möglichkeiten zu Finanzierung der Energie- und Wärmewende. Kommunale Energiewirtschaft ist rentierlich, das muss die Landespolitik auch in Baden-Württemberg anerkennen.

Außerdem fordert Badenova einen Turbo für Genehmigungen: Es braucht mehr Tempo an allen Stellen, damit die Energie- und Wärmewende machbar ist, zudem viel mehr Digitalisierung und den Austausch zwischen Behörden. Unterschiedliche Vorgaben bei Anträgen erschweren das Projektgeschäft unnötig und verteuern die Energie- und Wärmewende. Was hilft: Einheitliche Standards und der Know-how-Transfer zwischen Genehmigungsbehörden.

Mit den richtigen Instrumenten kann die Landesregierung die Investitionskraft der Kommunalwirtschaft stärken und den Modernisierungsschub im Land deutlich beschleunigen.

Wärmewende als Königsdisziplin: Anreize richtig setzen

Die Wärmewende ist zentral für die Klimaziele – sie gelingt aber nur, wenn Förderlogik, Planung und Umsetzung konsequent zusammenpassen. Dafür braucht es klare Prioritäten und weniger Bürokratie.

Zum einen fordert Badenova, den Ausbau der Wärmenetze nicht zu torpedieren: Wenn der Staat Wärmenetze will, dann darf er in diesen Gebieten nicht auch Wärmepumpen fördern. Er riskiert damit im hohen Maße die Wirtschaftlichkeit von Wärmenetzen.

Zum anderen gilt es, die Grundlagen für Erdwärme zu fördern: Geothermie ist im Oberrheingraben besonders erfolgsversprechend, mangels Daten jedoch teuer. Badenova fordert eine Förderung für seismische Erkundungen oder den Zugriff auf vorhandenes Datenmaterial. Nordrhein-Westfalen zeigt durch entsprechende Förderung, wie man das riesige Potenzial nutzen und die Hürden zur Erschließung verringern kann.

Gelingt dieser Kurs, kann Baden-Württemberg beim Umbau der Wärmeversorgung weiter voranschreiten und seine Gemeinden nachhaltig entlasten.

Wasserstoff: Die Ersten dürfen nicht die Dummen sein

Wer früh auf Wasserstoff setzt, trägt hohe Risiken. Unternehmen benötigen daher verlässliche Rahmenbedingungen, damit der Hochlauf im Land tatsächlich in Gang kommt.

Hier kommt es Badenova beispielsweise darauf an, dass der Staat endlich eine Antwort auf die Frage der Finanzierung für das H2-Verteilnetz findet: Der Wasserstoffhochlauf hört nicht an den großen Trassen des Kernnetzes auf. Unternehmen in der Region benötigen eine Option zur Dekarbonisierung. Die zukünftige Landesregierung muss mehr Tempo auf Bundesebene einfordern und sich im Interesse des Landes selbst einbringen.

Mit einer klaren politischen Unterstützung kann Baden-Württemberg zum starken Wasserstoffstandort im Süden werden und grenzüberschreitende Wertschöpfung ermöglichen.

Erneuerbare und Netzausbau gemeinsam denken

Der Ausbau der Erneuerbaren ist wichtig – doch ohne ausreichende Netzkapazität bleibt sein Potenzial ungenutzt. Beide Bereiche müssen synchron geplant und beschleunigt werden.

Badenova fordert auch, die Bedingungen der Windenergie zu verbessern: Südbaden kämpft mit Infrastrukturkosten. Es braucht einen neuen EEG-Mechanismus, der die Netz- und Systemdienlichkeit hiesiger Windenergieprojekte honoriert. Sonst droht der Windkraft im Südwesten das Aus. Lesen Sie hierzu unser gesondertes Forderungspapier „Wind an Land“.

Eine koordinierte Netzausbau-Strategie stärkt Klimaschutz, Versorgungssicherheit und die wirtschaftliche Attraktivität des Standortes Baden-Württemberg.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Badenova steht bereit, die Transformation des Energiesystems entschlossen mitzugestalten – regional verankert und mit einer klaren Vision für ein klimaneutrales Baden‑Württemberg.

Nun braucht Baden-Württemberg politische Rahmenbedingungen, die echten Fortschritt ermöglichen. Dieser Grundsatz gilt mehr denn je. Badenova lädt die zukünftige Landesregierung ein, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Freundliche Grüße

Patrick Siegert
Unternehmenskommunikation
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Badenova AG & Co. KG
Tullastraße 61
79108 Freiburg im Breisgau
Telefon +49761 279-3023
 presse@badenova.de
 Badenova.de
Über Badenova:
Mit klaren Ambitionen für die Energie- und Wärmewende blickt Badenova nach vorn: Bis 2035 möchte sie jährlich 1 Gigawatt grünen Strom sowie 1 Terawattstunde grüne Wärme erzeugen. Rund 1.700 Mitarbeitende treiben diese Transformation mit hoher Umsetzungskraft in der Region und darüber hinaus voran. Badenova ist das größte regionale Energieversorgungsunternehmen in Südbaden und eine treibende Kraft der Energie- und Wärmewende. Mit Sitz in Freiburg im Breisgau gestaltet sie seit ihrer Gründung im Jahr 2001 die Transformation der Energieversorgung aktiv voran. Gemeinsam mit über 90 Städten und Gemeinden als kommunalen Anteilseignerinnen entwickelt Badenova zukunftsfähige Lösungen für eine sichere, klimafreundliche und leistungsfähige Energie- und Wärmeinfrastruktur. Unter ihrem Dach bündeln die Tochtergesellschaften Badenova Erneuerbare, Badenova Netze und Badenova Wärmeplus ihre Kompetenzen entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfung. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Badenova einen Gewinn von 57,3 Millionen Euro und investierte gleichzeitig 143 Millionen Euro in den Ausbau und die Transformation der Energie- und Wärmeinfrastruktur. Weitere Informationen unter  Badenova.de