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Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)

BDP-Pressemitteilung: Ausfallzeiten am Arbeitsplatz aufgrund psychischer Erkrankungen erreichen neuen besorgniserregenden Höchststand

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Pressemitteilung

Ausfallzeiten am Arbeitsplatz aufgrund psychischer Erkrankungen erreichen neuen besorgniserregenden Höchststand

BDP fordert mehr Prävention in der Arbeitswelt und Sicherstellung einer ausreichenden psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland.

Berlin, 05.08.2026: Allein im ersten Halbjahr 2026 hat es laut der aktuellen Krankenstands-Analyse der DAK eine erneute Steigerung um neun Prozent bei den Fehlzeiten am Arbeitsplatz aufgrund psychischer Erkrankungen gegeben.

Vor dem Hintergrund der Kürzungen im Bereich psychotherapeutischer Leistungen sowie der Notwendigkeit einer langfristigen Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschland schaut der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) mit großer Sorge auf die jährlich fortschreitende Entwicklung mit neuem aktuellen Höchststand. Die Analysen der letzten Jahre zeigen kontinuierlich steigende Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen.

Die Initiative Arbeits- und Organisationspsychologie in Gesundheit und Arbeitssicherheit (AOP-GA), der auch der BDP angehört, warnt davor, arbeitszeitrechtliche Schutzstandards abzusenken: Für den langfristigen Erhalt der Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmenden braucht es gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen und ein gut gestaltetes Arbeitsumfeld.

Mit Sorge sieht der Verband zudem die mit dem im Juli verabschiedeten GKV-Sparpaket zu erwartende Verknappung der psychotherapeutischen Versorgung. Den Gesetzgebungsprozess zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) hatte der BDP kritisch begleitet und mehrfach darauf hingewiesen, dass Psychotherapie zu einer signifikanten Verringerung von Arbeitsunfähigkeitszeiten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen beitragen kann.

Der BDP fordert deutlich mehr Prävention in der Arbeitswelt sowie einen starken betrieblichen Arbeitsschutz und die Sicherstellung einer verlässlichen psychotherapeutischen Versorgung.

Prävention durch gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen kann nur Hand in Hand mit einer bedarfsgerechten Versorgung dem weiteren Anstieg an Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen entgegenwirken, die Gesundheit von Arbeitnehmenden schützen, die Leistungsfähigkeit in der Wirtschaft sichern und weitere soziale Sicherungssysteme wie das Gesundheitssystem entlasten.

Ihre Ansprechpartnerin:

Bettina Genée

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Phone: +49 176 58868222

Mail: presse@bdp-verband.de

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen Interessen der niedergelassenen, selbständigen und angestellten/ beamteten Psychologinnen und Psychologen aus allen Tätigkeitsbereichen. Als der anerkannte Berufs- und Fachverband der Psychologinnen und Psychologen ist der BDP Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit. Der BDP wurde vor über 75 Jahren am 5. Juni 1946 in Hamburg gegründet. Heute gehören dem Verband rund 11.000 Mitglieder an.

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