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FREIE WÄHLER: Linnemann muss beim Umbau des Gesundheitssystems Wort halten

FREIE WÄHLER: Linnemann muss beim Umbau des Gesundheitssystems Wort halten
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Eroglu: „Der Ankündigung, die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen zu reduzieren, müssen jetzt Taten folgen.“

Im Zuge der Kabinettsumbildung fordern die FREIE WÄHLER vom designierten Gesundheitsminister Carsten Linnemann eine deutliche Reduzierung der Zahl der gesetzlichen Krankenkassen. Linnemann hatte in seiner Funktion als CDU-Generalsekretär noch im April diesen Jahres den großen Verwaltungsaufwand der insgesamt 93 Krankenkassen kritisiert. Engin Eroglu, Europaabgeordneter der FREIE WÄHLER und stellvertretender Bundesvorsitzender FREIE WÄHLER, verlangt nun, dass Linnemann sein Wort hält.

Eroglu: „Gerade im Gesundheitswesen erwächst durch die teilweise undurchsichtige und überbordende Bürokratie eine ausufernde Verwaltung. Der designierte Gesundheitsminister muss deshalb jetzt den Mut aufbringen, den seine Vorgängerin nicht hatte. Nur mit schlankeren Verwaltungsstrukturen, einer gemeinsamen IT-Infrastruktur und weniger Doppelarbeit können die Kosten im System auf Dauer gesenkt werden. Aktuell belaufen sich die Nettoverwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen auf knapp 12,6 Milliarden Euro. Gemessen an den angestrebten Einsparungen von 40 Milliarden Euro durch das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz ist das ein substanzieller Betrag.“

Die FREIE WÄHLER kritisieren im GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz insbesondere die vorgesehenen Kürzungen im Bereich der ärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung sowie in Krankenhäusern. Wenn das Gesetz ohne nachhaltige Ergänzungen und Änderungen beschlossen wird, drohen ab spätestens 2030 enorme Fachkräftemängel und Versorgungslücken in vielen medizinischen Bereichen.

„Die jetzigen Sparansätze gefährden das Patientenwohl unmittelbar. Statt eines Kahlschlags in der ambulanten Versorgung brauchen wir Einsparungen in der Verwaltung. Um die Bürokratiekosten im Gesundheitssystem zu reduzieren, müssen wir neben dem Abbau paralleler Verwaltungsstrukturen auch den aktuellen Paragrafendschungel kritisch überprüfen. Wir müssen Normen, Regeln und Gesetze durchforsten und unnötige Dokumentationspflichten abschaffen. Zusätzlich können durch weniger Krankenkassen die Werbeausgaben gesenkt und digitale Prozesse vereinheitlicht werden. Herr Linnemann muss jetzt klare Wirtschaftlichkeitsvorgaben entwickeln und eine konsequente Prüfung durchführen, wo Verwaltung tatsächlich vereinfacht werden kann“, so Eroglu weiter.

Eike Jan Brandau
Beauftragter für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

FREIE WÄHLER - Bundesvereinigung
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