Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von ProHolz Bayern

21.11.2019 – 08:48

ProHolz Bayern

Mein Vanillekipferl kommt aus dem Wald. Oder wie man aus der Fichte Vanillin gewinnt.

Mein Vanillekipferl kommt aus dem Wald. Oder wie man aus der Fichte Vanillin gewinnt.
  • Bild-Infos
  • Download

Ein Dokument

Mein Vanillekipferl kommt aus dem Wald.

Oder wie man aus der Fichte Vanillin gewinnt.

- Aus dem Lignin in der Fichte kann man Vanillin gewinnen
- Stephanie von Pfuel backt Vanillekipferl mit proHolz Bayern
- Banales und Verrücktes aus der Holzbasierten Bioökonomie 

Am Dienstagabend haben wir zusammen mit Stephanie von Pfuel in München Vanillekipferl gebacken.

Am Dienstagabend haben wir zusammen mit Stephanie von Pfuel in München Vanillekipferl gebacken. Frau von Pfuel ist selbst Diplom Forstingenieurin und hat zuhause 1.000 ha Wald. In ihrem Wald stehen Fichten, aber auch viele andere Baumarten. Vorbildlich nutzt sie ihr eigenes Holz für eine Hackschnitzelheizung, die ihr gesamtes Anwesen wohlig warm hält. Viele Festmeter Holz werden aber auch weiterverkauft. So ganz genau weiß dann aber kein Waldbesitzer, was mit seinem Holz passiert. Gut möglich aber, dass die Fichten aus dem Pfuel´schen Wald, im Labor in seine Einzelbestandteile gespalten werden, um dann aus der Cellulose Papier oder aus dem Lignin Vanillin zu machen. Durch chemische Prozesse kann man Lignin so weit spalten und verändern, dass es die selbe chemische Struktur wie Vanille bekommt. Aus 100 kg Fichtenholz kann so 3 kg Vanillin gewonnen werden. Wenn die Fichte gerade nicht gegessen wird, stellt man aus dem Lignin einfach Textilfasern wie Viskose, Modal und Lyocell her. Die Fichte, oder unsere Bäume im Allgemeinen, sind wahre Multitalente. Verrückt ist, dass ein Labor sogar veganen Käse aus Fichte produziert hat. Das allerdings nur für Studienzwecke, nicht aber für den Einzelhandel.

Durch die aktuelle Waldkrise und die vielen Schadmengen, werden die banalen und verrückten Forschungsergebnisse aus der Holzbasierten Bioökonomie immer wichtiger. Holz, das man nicht verbauen kann, kann man auch für die Moderne Holzenergie verwenden. Länger in die Zukunft gedacht, müssen für viele endliche Ressourcen in vielen Bereichen Ersatzstoffe gefunden werden. Der Rohstoff Holz wächst von alleine nach. Bayern ist mit 36,9 % Waldfläche das waldreichste Bundesland Deutschlands und liefert beständig und verlässlich für noch viele hunderte Jahre den Rohstoff Nummer 1, das Multitalent Holz. Holz ist somit in vielen Bereichen und vor allem für den Klimaschutz die beste Antwort für die Herausforderungen unserer Zeit.

Pressekontakt
Eva Veit
Geschäftsführerin proHolz Bayern
Tel.: +49 89 2620 9332-0
Fax: +49 89 2620 9332-9
Mail: veit@proholz-bayern.de
Web: www.proholz-bayern.de
proHolz Bayern Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern gGmbH
Max-Joseph-Straße 8 | 80333 München