Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH)

Kein Werbeverbot für E-Zigaretten - Anhörung im Bundestag sollte Chancen der E-Zigarette diskutieren

Kein Werbeverbot für E-Zigaretten - Anhörung im Bundestag sollte Chancen der E-Zigarette diskutieren: Deutscher Bundestag / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/103765 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH)"
Kein Werbeverbot für E-Zigaretten - Anhörung im Bundestag sollte Chancen der E-Zigarette diskutieren: Deutscher Bundestag / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/103765 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe:... mehr

Berlin (ots) - Mit großem Interesse verfolgt der Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) die Diskussionen im Vorfeld der öffentlichen Anhörung am 10. Dezember 2018 zu einem Gesetzesentwurf der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen. Der Entwurf sieht ein Verbot der Außen- und Kinowerbung für herkömmliche Tabakzigaretten, aber auch für E-Zigaretten vor.

Zum Vorschlag erklärt der 1. Vorsitzende des VdeH, Michal Dobrajc: "Die Vermischung unterschiedlicher Themen im vorliegenden Gesetzesentwurf ist gefährlich. Denn obwohl die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen, dass E-Zigaretten deutlich weniger Schadstoffe ausstoßen als Tabakzigaretten, möchten die Grünen die Werbemöglichkeiten für beide Produktgruppen im Gleichschritt verschärfen." Erst kürzlich hatte dagegen das britische Parlament auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse, eine Empfehlung zum Gebrauch der E-Zigarette für bisherige Raucher ausgesprochen: "Bisherige Tabakraucher können ihre Schadstoffbelastung mit der E-Zigarette um bis zu 95% senken. Daher kann das Produkt nicht einfach mit einer Tabakzigarette verglichen werden. Die britischen Abgeordneten kommen zu dem Ergebnis, dass das Produkt spezielle Unterstützung durch die Politik erfahren muss, um die gesundheitspolitischen Chancen der E-Zigarette zu nutzen. Auch in anderen Ländern wie Belgien, den Niederlanden und der Schweiz werden die Vorteile von E-Zigaretten für den Rauchverzicht offen kommuniziert. Wir in Deutschland diskutieren das genaue Gegenteil. Das ist eine kuriose Situation."

Zu den vorgesehenen Werbeverboten erklärt Michal Dobrajc: "Aktuelle Erhebungen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen E-Zigaretten für mindestens genauso schädlich halten wie herkömmliche Zigaretten. Je größer der Wissensstand über das Produkt, desto realistischer war allerdings auch die Risikoeinschätzung. Dies zeigt doch schon, dass wir Werbung weiterhin brauchen, um umfangreich und faktenbasiert die Konsumenten über die Vorteile der E-Zigarette aufzuklären. Auch die Bundesdrogenbeauftragte weist in ihrem jährlichen Bericht darauf hin, dass das Produkt deutlich weniger Schadstoffe ausstößt und aktuell schon das beliebteste Tabakausstiegsprodukt in Deutschland ist. Diese Fortschritte dürfen wir nicht durch ungerechtfertigte Regulierung riskieren. Daher wäre ein Werbeverbot nahezu fahrlässig."

Die Befürchtung, dass Werbung dazu führt, dass Jugendliche vermehrt zur E-Zigarette greifen, kann Dobrajc intuitiv nachvollziehen, allerdings gibt er zu bedenken, dass selbst aktuellste Forschung keinen kausalen Zusammenhang zwischen Werbung und Konsum belegen kann (siehe Pressemitteilung vom 30.11.2018). "Die existierenden Studien können eben nicht beweisen, dass Werbung zum Konsum von E-Zigaretten führt. Genauso gut ist es denkbar, dass der vorherige Konsum zu einer erhöhten Aufmerksamkeit gegenüber der Werbung beiträgt. Auch wir wollen nicht, dass Minderjährige die Produkte benutzen. Deshalb haben sich die VdeH-Mitgliedsunternehmen bereits 2011 dazu verpflichtet keinerlei Werbung zu betreiben, die sich in irgendeiner Form an Minderjährige richten könnte."

Der regelmäßige Konsum von E-Zigaretten durch Kinder und Jugendliche ist mit 3 Prozent (Aktuelle DEBRA-Studie 2018) äußerst gering, auch weil der Gesetzgeber 2016 ein Abgabeverbot von E-Zigaretten an Minderjährige eingeführt hat - welches die Verbandsmitglieder sich schon lange vor der Gesetzesänderung als Selbstverpflichtung auferlegt hatten. Der VdeH unterstützt diese Regelung und hält es für zwingend notwendig, dass die vorhandene Gesetzeslage durch die zuständigen Behörden konsequent durchgesetzt wird. Um den Handel in seiner Schlüsselfunktion beim Jugendschutz zu unterstützen, hat der VdeH in Kooperation mit dem Deutschen Zigarettenverband ein Online-Tool entwickelt. Dieses Tool soll dabei helfen, die Händler vor Ort für die aktuellen gesetzlichen Regelungen zu sensibilisieren, damit das Abgabeverbot im Handel noch konsequenter umgesetzt werden kann.

"Das Jahr 2018 war bisher für die Akzeptanz der E-Zigarette als anerkanntes Mittel zur gesundheitlichen Risikoreduzierung erfolgreich. Wir dürfen nun nicht auf den letzten Metern des Jahres diese Errungenschaften mit einem Gesetzesentwurf verspielen, der die falschen Schwerpunkte setzt. Statt weiterhin die E-Zigarette als Bedrohung wahrzunehmen, sollte der Fokus der Regulierung der E-Zigarette auf die gesundheitspolitischen Chancen gelegt werden.", so Dobrajc abschließend.

Über den VdeH

Der Ende 2011 gegründete Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die elektrische Zigaretten und/oder Zubehör vertreiben oder herstellen. Ziel der Verbandsarbeit ist die Aufklärung der Öffentlichkeit über die gesundheitspolitische Chance, die das Produkt E-Zigarette als Alternative zum Tabakkonsum bietet.

Weiterführende Informationen zur Studienlage finden sich auch unter http://ots.de/x2i8Hr.

Pressekontakt:

Michal Dobrajc, 1. Vorsitzender
Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH)
Französische Straße 12
10117 Berlin
Telefon: +49 (0) 30 - 20 188 377
E-Mail: michal.dobrajc@vd-eh.de
Web: www.vd-eh.de

Original-Content von: Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Verband des eZigarettenhandels e.V. (VdeH)

Das könnte Sie auch interessieren: