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Respekt statt Gewalt

Frankfurt (ots)

Wenn Demonstrationen eskalieren, wenn am Rande von Fußballspielen geprügelt wird, wenn politisch motivierte Gewalttaten das Land erschüttern oder Rettungskräfte beim Einsatz angegriffen werden, ist das Erschrecken groß. All dies passiert in aller Öffentlichkeit - und löst zu Recht Diskussionen aus, wie dem Einhalt zu gebieten ist. Doch all diese Ereignisse zeigen nur einen winzigen Ausschnitt der Gewalt, der Frauen und Männer in unserem Land ausgesetzt sind. Insbesondere bei Fällen von Partnerschaftsgewalt werden Taten fast nie angezeigt, selbst Vergewaltigungen. Von 20 Delikten werden den Ermittlungsbehörden 19 nie bekannt - so steht es in der aktuellen Studie. Das lässt zwei Schlüsse zu: Das Vertrauen, dass Polizei und Staatsanwaltschaft in der eigenen Lebenssituation helfen können, ist gering. Und die Furcht vor einer weiteren Eskalation der Gewaltsituation überwiegt. Wem nützt es schließlich, wenn ein Täter verurteilt wird - wenn das Urteil erst Jahre nach den Taten gefällt wird?

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Ressort Politik
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