Bundespolizeiinspektion Hamburg
BPOL-HH: Hamburg Hauptbahnhof: Frau ruft wiederholt verfassungswidrige Parolen
Hamburg (ots)
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Bundespolizeiinspektion Hamburg soll eine Frau am 26.06.2026 gegen 00:15 Uhr auf dem Südsteg (Ausgang Mönckebergtunnel) des Hamburger Hauptbahnhofs verfassungswidrige Parolen gerufen haben.
Die 63-jährige deutsche Staatsangehörige wurde zunächst durch eine Präsenzstreife der Bundespolizei beim verbotenen Füttern von Tauben im Hauptbahnhof angetroffen und auf das Verbot hingewiesen. Sie zeigte sich uneinsichtig und verbal aggressiv gegenüber den Bundespolizisten. Bei Beendigung der polizeilichen Maßnahme rief sie lautstark und für umstehende Bahnreisende deutlich hörbar zwei Mal "Heil Hitler". Ihr wurde mitgeteilt, dass nun gegen sie ein Strafverfahren wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" eingeleitet wird. Sie wollte sich anschließend nicht weiter dazu äußern und wurde vor Ort entlassen.
Gegen 00:25 Uhr traf die Präsenzstreife auf dem Südsteg wieder die Frau an. Dieses Mal schrie sie lautstark und für umstehende Bahnreisende deutlich hörbar "Neonazi, Heil Hitler". Sie erhielt daraufhin einen Platzverweis und ihr wurde bei Nichtbefolgen des Platzverweises eine Ingewahrsamnahme angedroht. Daraufhin verließ die Frau den Hauptbahnhof.
Gegen die Tatverdächtige wurde ein Strafverfahren wegen "Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen" eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen zu diesem Strafverfahren übernimmt zuständigkeitshalber das LKA 7 der Hamburger Landespolizei.
WL
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