Bundespolizeiinspektion Saarbrücken
BPOLI-SB: Bundespolizei verhindert Schleusung und weist sieben Personen zurück
Saarbrücken (ots)
Im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Kontrollen an der Binnengrenze wurde am gestrigen Abend in Höhe der BAB 6 - Goldene Bremm ein mit acht Personen besetzter PKW mit Pariser Kennzeichen überprüft. Während sich der 36-jährige Fahrer ordnungsgemäß ausweisen konnte, war dies bei den restlichen Insassen nicht der Fall. Denn die Bangladescher im Alter zwischen 16 und 18 Jahre verfügten nicht über die für die Einreise erforderlichen Dokumente. Nach ihrem Reiseziel befragt erklärten sie übereinstimmend, zu einer eintägigen Städtereise nach Wien unterwegs zu sein. Für dieses Unterfangen hätten sie den Fahrzeugführer engagiert, auf dessen Kontaktdaten sie über einen Flyer aufmerksam wurden und der wegen seines bangladeschisch klingenden Namens ihr Interesse erweckte. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer tatsächlich bangladeschischer Staatsangehöriger ist und als selbstständiger Berufskraftfahrer seine Dienste entsprechend bewirbt. Er gab an, von einem der Insassen für die Fahrt nach Wien gegen einen Pauschalbetrag in Höhe von 3.000 Euro gebucht worden zu sein, was er über den Chatverlauf eines Nachrichtendienstes nachweisen konnte. Ein geplanter Rücktransport war in dieser Historie nicht nachvollziehbar, laut Fahrer jedoch am Folgetag geplant. Auch wenn die Bundespolizisten dies nicht widerlegen konnten, so hatten sie dieser Schilderungen einige Zweifel. Denn weder Fahrer noch die Insassen konnten die Buchungsbestätigung für die geplante Übernachtung in Wien vorweisen, was in einem solchen Fall eher ungewöhnlich ist. Gegen die sieben Bangladescher im Alter zwischen 16 und 18 Jahre wurde ein Verfahren wegen des Versuchs der unerlaubten Einreise nach Deutschland eingeleitet. Ihnen wurde die Einreise untersagt und es folgte die Zurückweisung nach Frankreich. Alle erklärten sich bereit, wieder nach Paris zurückzukehren. Der 36-jährige Fahrer übernahm den Rücktransport, wird sich aber ebenfalls verantworten müssen, da gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Schleusung wurde.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Saarbrücken
Presse- / Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0681 8838077 - 1005
E-Mail: bpoli.saarbruecken.oea@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de
Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Saarbrücken, übermittelt durch news aktuell