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BPOL NRW: Lebensgefährlicher Leichtsinn - 16-jähriger S-Bahn-Surfer erleidet schwerste Verletzungen durch Stromschlag

Neuss; Düsseldorf; Duisburg (ots)

Ein tragischer Unfall ereignete sich am Mittwochabend (03. Juni 2026) auf der Bahnstrecke zwischen Neuss Süd und Neuss Allerheiligen. Ein 16-jähriger Jugendlicher erlitt beim sogenannten S-Bahn-Surfen lebensgefährliche Verletzungen.

Nach aktuellen Ermittlungen lag der Jugendliche auf dem Dach einer fahrenden S11 zwischen Neuss Süd und Neuss Allerheiligen, als er von einem Lichtbogen der 15.000 Volt führenden Oberleitung erfasst wurde. Am Bahnhof Neuss Allerheiligen stürzte der schwerstverletzte Teenager vom Zug und wurde durch Reisende aufgefangen. Nach der Erstversorgung durch Passanten und eingetroffenen Rettungskräften wurde der schwerstverletzte 16-Jährige mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Duisburg geflogen. Inzwischen ist der Jugendliche außer Lebensgefahr. Die Bundespolizei ermittelt nun zum genauen Aufstiegsort des Jugendlichen.

Die Bundespolizei warnt aus gegebenem Anlass eindringlich vor den unschätzbaren Gefahren auf Bahnanlagen. S-Bahn-Surfen oder das Klettern auf Züge ist kein Mutspiel oder amüsanter Zeitvertreib, sondern lebensgefährlicher Leichtsinn!

   - Unsichtbare Gefahr durch Bahnstrom: In den Oberleitungen fließt 
     ein Strom von 15.000 Volt (das ist etwa 65-mal mehr als in der 
     heimischen Steckdose)
   - Kein Berühren notwendig: Strom kann die Luft überbrücken! 
     Bereits die bloße Annäherung an eine Oberleitung (unter 1.50 
     Meter) kann zu einem tödlichen Stromschlag durch einen 
     Lichtbogen führen.
   - Bahnanlagen sind kein Spielplatz: Das Betreten von Gleisen, 
     Abstellanlagen und das Klettern auf Züge ist strengstens 
     verboten. Züge haben einen extrem langen Bremsweg, können nicht 
     ausweichen und sind oft erst spät zu hören.

Bitte sprechen Sie mit Ihren Kindern über diese Gefahren, Sensibilisieren Sie Jugendliche dafür, dass ein vermeintlicher "Adrenalinkick" oder das Suchen nach Anerkennung in sozialen Netzwerken das eigene Leben oder die Gesundheit für immer zerstören.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Düsseldorf
Pressestelle
POMin Elisa-Maria Halbach
Telefon: +49 (0) 211 179276-151
Mobil: +49 (0) 175 4338127
E-Mail: presse.d@polizei.bund.de
X (Twitter): @BPOL NRW
www.bundespolizei.de

Bismarckstraße 108
40210 Düsseldorf


Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
unter oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, übermittelt durch news aktuell

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