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Kreispolizeibehörde Unna

POL-UN: Holzwickede - Seniorin auf Straße beraubt

Holzwickede (ots)

Nach einem Straßenraub am Samstag (06.06.2026) in Holzwickede sucht die Polizei jetzt nach Zeugen.

Gegen 13:00 Uhr war eine 81-Jährige aus Holzwickede auf der Sölder Straße unterwegs. Ein bislang unbekannter Täter stellte sich ihr beim Hereintragen der Einkäufe in den Weg und entriss ihr ihre Halsketten. Der, mutmaßlich auch mehrere Täter, flüchteten anschließend in einem schwarzen Pkw der Marke "Volkswagen" mit polnischen Kennzeichen in Richtung Sölde.

Eine Nahbereichsfahndung verlief ohne Erfolg.

Ein Zeuge, der den Raub mit angesehen hat, kann einen der Täter folgendermaßen beschreiben:

   - männlich
   - südosteuropäischer Phänotyp
   - ca. 30-35 Jahre
   - ca. 180 cm
   - schwarze Haare
   - Bart
   - schwarze Jacke und schwarze Jeanshose

Die 81-Jährige blieb bei dem Straßenraub unverletzt.

Weitere Zeugen, die Hinweise zu den Tätern und dem Straßenraub geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Unna unter 02303 921 3120, 02303 921 0 oder per Mail unter poststelle.unna@polizei.nrw.de zu melden.

Was Sie über den Kettentrick wissen sollten:

Der Kettentrick ist eine Form des Trickdiebstahls, bei der Kriminelle den hochwertigen Schmuck ihrer Opfer durch wertlosen Modeschmuck austauschen, während dieser getragen wird. Hierzu nutzen sie gezielt die Gutgläubigkeit oder Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus. Wenn Kriminelle während der Tatbegehung auffliegen, wenden sie in seltenen Fällen auch Gewalt an, um die Tat zu vollenden. Ihre körperliche Unversehrtheit ist im Zweifelsfall wichtiger als jeder Sachwert. Lassen Sie sich auf keine körperliche Auseinandersetzung ein.

Wie läuft der Kettentrick ab?

Die Täterinnen und / oder Täter

Die Kriminellen agieren meist alleine oder in kleinen, nicht offen wahrnehmbaren Gruppen. Sie suchen oft gezielt nach Seniorinnen und Senioren, die sichtbar wertvollen Schmuck tragen.

Die Kontaktaufnahme

Die Taten finden in der Regel im öffentlichen Raum statt, also auf Straßen, Wegen, Plätzen oder auch in Cafés. Unter einem Vorwand (beispielsweise die Bitte um eine Auskunft) nehmen die Kriminellen hier Kontakt zu ihren Opfern auf.

Körperliche Nähe

Die Kriminellen täuschen eine überschwängliche Dankbarkeit für die Hilfeleistung vor und nehmen diese Dankbarkeit zum Anlass, dem Opfer ein Geschenk in Form von billigem Modeschmuck (Kette, Armband, Ring, ...) zu machen. Durch die Überschwänglichkeit in Sprache und Gestik soll das Opfer überrumpelt und abgelenkt werden. Unter dem Vorwand, beim Anlegen des Schmucks zu helfen, nehmen sie körperliche Nähe zu ihrem Opfer auf, indem sie es beispielsweise umarmen oder die Hände oder Unterarme umfassen.

Der Diebstahl

Während die Kriminellen den Modeschmuck anlegen, öffnen sie gleichzeitig den Verschluss des echten Schmuckstücks und entwenden dieses unbemerkt. Oft stellen die Betroffenen den Dieb-stahl erst fest, wenn die Kriminellen sich bereits entfernt haben.

Wie Sie sich schützen können:

   - Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße 
     körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für ihren
     persönlichen Raum ein.
   - Tragen Sie wertvollen Schmuck in der Öffentlichkeit nur mit 
     Bedacht. Machen Sie sich bewusst, dass Sie dadurch ins Visier 
     von potenziellen Täterinnen und Tätern, die gezielt nach 
     lukrativer Beute Ausschau halten, geraten könnten.
   - Achten Sie auf Ihr Umfeld, z. B. auf aufdringliche Menschen im 
     Nahbereich oder Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen, aus denen
     Passanten angesprochen werden.
   - Suchen Sie sich offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder 
     unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Passanten an oder 
     rufen Sie um Hilfe.
   - Zeigen Sie Zivilcourage, aber bringen Sie sich hierbei nicht 
     selbst in Gefahr.
   - Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl unbedingt die
     Polizei über den Notruf 110 und teilen Sie alle relevanten 
     Details mit. Eine Anzeigenerstattung können Sie persönlich auf 
     jeder nächstgelegenen Polizeidienststelle oder online auf der 
     Internetseite der Polizei NRW vornehmen.

Redaktionelle Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Unna
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nadine Richter
Telefon: 02303-921 1152
E-Mail: pressestelle.unna@polizei.nrw.de
https://unna.polizei.nrw

Außerhalb der Bürodienstzeiten:
Kreispolizeibehörde Unna
Leitstelle
Telefon: 02303-921 3535
Fax: 02303-921 3599
E-Mail: poststelle.unna@polizei.nrw.de

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