Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis
POL-MK: Schockanruf - Falsche Polizeibeamte
Lüdenscheid (ots)
Eine 83-jährige Lüdenscheiderin ist am Mittwoch auf einen Schockanruf hereingefallen und hat Betrügern eine hohe Geldsumme überreicht. Gegen 15 Uhr hatte das Telefon geklingelt und eine Frau behauptete, dass die Enkelin der Seniorin einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Die Enkelin könne nur durch die Zahlung eines hohen Geldbetrages vor einem Gefängnisaufenthalt bewahrt werden. Mit dem Handy in der Hand und dem laufenden Telefongespräch musste die Seniorin zu ihrer Bank gehen und ihr Konto leeren. Die Seniorin sollte das Geld zusammen mit ihrem gesamten Schmuck in einen Briefumschlag legen und diesen einer Abholerin übergeben. Die kam dann gegen 17 Uhr und nahm die "Kaution" in Empfang. Erst danach wandte sie sich an ihre Tochter.
Die Polizei warnt immer wieder vor dieser Masche: Die Opfer werden mit Schreckensnachrichten konfrontiert und dazu gebracht, wider besseren Wissens, ihr Vermögen abzugeben. Dabei gibt es derartige Kautionszahlungen in Deutschland überhaupt nicht. Der beste Rat der Polizei lautet daher: Einfach auflegen! Wer sichergehen will, dass nicht doch etwas dran ist einer solchen Schocknachricht, der sollte sich an die echte Polizei wenden. Damit das Gespräch mit den Betrügern definitiv beendet wurde, sollte man nach dem Auflegen ein paarmal tief durchatmen, vielleicht bis 10 zählen, und dann die 110 wählen.
Bereits am Dienstag erreichte erneut eine Welle von Anrufen falscher Polizeibeamter die Bergstadt. Unbekannte gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und berichteten von Einbrüchen oder einer festgenommenen Einbrecherbande. Es folgte die übliche Lügengeschichte und die Frage, ob die Angerufenen Wertsachen zu Hause hätten. Unbekannte sind zwischen Sonntag- und Mittwochmorgen in der Straße Zum Brauberg in einen Keller eingebrochen. Sie entwendeten eine Kettensäge. (cris)
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