Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen
POL-LG: ++ Polizei warnt mit Beginn des Frühjahrs vor dubiosen reisenden Gartenarbeitern ++ "Schnäppchen-Angebote" dubioser Handwerksfirmen & Wanderhandwerker ++ Polizei mahnt zu umsichtigem Verhalten ...
Lüneburg (ots)
++ Polizei warnt mit Beginn des Frühjahrs vor dubiosen reisenden Gartenarbeitern ++ "Schnäppchen-Angebote" dubioser Handwerksfirmen & Wanderhandwerker ++ Polizei mahnt zu umsichtigem Verhalten ++ ... auch bei angeblichen Angeboten von "Experten" & "Spezialisten" mit Hochglanz-Flyern oder in Kleinanzeigen über die lokalen Medien ++
Uelzen/Lüneburg/Lüchow-Dannenberg
Vor dubiosen Handwerkern und aktuellen Handwerksangeboten warnt die Polizei in der Region auch aus gegebenen Anlass. Nachdem in der Vergangenheit immer wieder reisende Handwerker größtenteils im ländlichen Gebiet unterwegs waren und ihre Arbeiten (u.a. Dacharbeiten und -klempnerei, Terrassen- und Steinreinigungsarbeiten, Betonarbeiten, etc.) spontan vor Ort "über den Gartenzaun" für einen Schnäppchenpreis angeboten haben, tauchen auch in diesem Jahr in verschiedenen regionalen Zeitungen wieder Kleinanzeigen und Hochglanzprospekte bzw. -flyer unterschiedlicher Firmen für Gebäude-, Stein- und Terrassenreinigungsarbeiten auf. Überprüfungen der Kontaktdaten und -adressen ergaben, dass diese Firmen zum Teil unter den angebenden Adressen nicht existent/gemeldet sind.
Auf eine aktuelle Kleinanzeige/Annonce einer vermeintlichen Firma für Bau- und Gartenservice ging eine Seniorin aus Uelzen am 04.05.26 ein. Die Dame machte telefonisch einen Vor-Ort-Termin, so dass die dubiosen Mitarbeiter am 04. und 05.05.26 zwar im Garten werkelten, dabei jedoch recht mangelhaft. Die Arbeiten ließen sich die Männer "fürstlich" mit einem vierstelligen Bargeldbetrag entlohnen. Bei einer Geldabhebung hatten aufmerksame Mitarbeiter einer Uelzener Bank die Seniorin sensibilisiert, so dass die Polizei die dubiosen Gartenarbeiter kontrollieren konnte. Entsprechende Strafverfahren wurden eingeleitet.
Hintergrund:
Es kommt die Zeit des Frühjahrsputzes und der Gartenarbeit. Da trifft es gut, freundliche Herren und Damen sprechen einen an am Gartenzaun, ob man nicht für ein vermeintliches kleines Geld den Garten mal eben auf Vordermann bringen dann. Das Angebot klingt verlockend, nur für ein paar tausend Euro wird alles fertiggemacht. Auf einem Notizzettel steht etwas von Gartenarbeiten und dass man Geld erhalten habe für den Auftrag. Keine Firmenanschrift, keine Bankverbindung, keine Verantwortlichkeiten, macht nix, muss ja schnell gehen! Ruck zuck wird der Pritschenwagen, das Kennzeichen stammt nicht aus der Region und ein Firmenlog fehlt auch, entladen und es geht überfallartig ans Werk an allen Ecken/Rundungen des Gartens. Doch plötzlich werden die Arbeiten beendet, weil angeblich Material fehlen würde, was noch geholt werden müsste. Alles wird eingeladen, auch die eigenen Gartengeräte des Auftraggebers und die Truppe kommt nicht wieder.
In den letzten Tagen meldeten sich mehrere Grundstücksbesitzer aus der Region bei der Polizei, da bei ihnen entsprechende reisende Handwerker unaufgefordert erschienen waren.
Hinter auf den ersten Blick möglichen Schnäppchen verbergen sich oftmals Kostenfallen, so dass die Polizei rät, sensibel entsprechende Firmen und Angebote genau zu prüfen und mit möglichen Angeboten von Handwerksfirmen aus der Region mit gutem "Leumund" zu vergleichen.
Ganz besonders häufig haben es Betrüger an der Haustür auf Senioren abgesehen, die sich in ihren vier Wänden vermeintlich sicher fühlen. Ziel dieser unliebsamen Besucher ist es, in die Wohnung gebeten zu werden; denn dort sind in aller Regel weder Zeugen noch andere Personen zu erwarten, die die eigenen Pläne durchkreuzen könnten. Einem Betrüger sind seine finsteren Absichten in den seltensten Fällen anzusehen. Die Täter treten in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann, mal werden sie als Handwerker in Arbeitskleidung, als Hilfsbedürftiger oder sogar als angebliche Amtsperson vorstellig. Um ans Ziel zu gelangen, überraschen die Täter immer wieder durch außerordentlichen Ideenreichtum. Der durch sie verursachte finanzielle Schaden ist oft nicht wieder auszugleichen. Achtung Eigenheimbesitzer - Lehnen Sie jegliche Angebote von Wanderarbeitern ab, die Ihnen spontane Bauarbeiten auf Ihrem Grundstück (insbesondere Dach- und Pflasterarbeiten) anbieten. Tatsächlich sofort angefangene Arbeiten dienen nur als Täuschung und werden oftmals nicht beendet bzw. unsachgemäß ausgeführt. Zahlen Sie niemals Geld im Voraus!
Parallel rät die Polizei:
- Machen Sie keine Haustür/Gartenpfortengeschäfte - Auch bei den Angeboten auf "Hoch-Glanz-Flyern" von angeblichen regionalen Firmen lohnt es sich die angebliche örtliche Firmenanschrift mal im Internet "zu googeln". Oftmals gibt es die in der xy-Straße angegebene Firma gar nicht ... und angebliche regionale Telefonnummer (wie 04131, 0581 oder 05841) werden auf Telefonnummern außerhalb von Niedersachsen weitergeleitet - Lassen Sie sich ein genaues schriftliches Angebot gebeten - Holen Sie sich Vergleichsangebote - Leisten Sie niemals Vorkasse vor Ort oder legen Geld für Materialien aus - Notieren Sie sich die Personalien des Anbieters und des mitgeführten Kraftfahrtzeuges
Bei Auftreten entsprechender "dubioser reisender Handwerker" wenden Sie sich gerne an die Polizei - Notfall unter 110.
Rückfragen bitte an:
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Kai Richter
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