Polizeiinspektion Stade

POL-STD: Zwölf Verkehrsteilnehmer mit Drogen und/oder Alkohol im Straßenverkehr erwischt, Falsche Polizeibeamte rufen mindestens 20 Leute im Landkreis an, Einbrecher in Himmelpforten erfolgreich

Stade (ots) - 1. Zwölf Verkehrsteilnehmer mit Drogen und/oder Alkohol im Straßenverkehr erwischt

Am vergangenen Wochenende gingen der Beamten der Polizei im Landkreis insgesamt ein Dutzend Verkehrsteilnehmer ins Netz, die mit Drogen und/oder Alkohol am Steuer unterwegs waren.

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden in Buxtehude zwei 45 und 47-jährige Männer mit über 1,2 und 1,6 Promille Atemalkohol angehalten. In Stade konnten die Beamten ebenfalls einen 20- und einen 31-Jährigen feststellen, die unter Drogen mit dem Auto unterwegs waren.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden bei einem 18-jährigen Stader Drogen im Rahmen einer Polizeikontrolle aufgefunden und ein 47-Jähriger war mit Drogen am Steuer unterwegs. Gegen 20:00 h stoppten die Polizisten dann noch einen 45-jährigen Stader mit über 2,4 Promille Atemalkohol und um 05:00 h ging in Düdenbüttel ein 24-Jähriger Autofahrer mit über 1,4 Promille und Drogen am Steuer sowie ohne Führerschein ins das Kontrollnetz.

Am Sonntag zwischen 17:30 h und 23:30 konnten die Kontrolleure dann in Buxtehude ein 18-jähriger Fahrer mit fast 2 Promille, der beim Abbiegen gegen einen Baum gefahren war und ebenfalls keinen Führerschein mehr hatte und eine 46-jährige Frau mit einer noch unbekannten Alkoholmenge überprüft werden. In Stade auf der B 73 und in der Sachsenstraße wurden schließlich zwischen 18:30 und 18:45 noch eine 29-jährige Frau mit über 1,6 Promille und Drogen sowie ein 33-Jähriger Stader mit über 1,4 Promille und Drogen als Fahrzeugführer gestoppt werden.

Alle 12 mussten sich einer Blutprobe unterziehen und ihre Führerscheine soweit vorhanden abgeben.

Gegen sie wird nun wegen diverser Drogenverstöße sowie Fahrer unter Alkohol und Drogen im Straßenverkehr ermittelt.

Die Kontrollen der Polizei werden weiter fortgesetzt um die Verkehrssicherheit zu verbessern und die damit verbundenen Zahlen der Unfälle mit verletzten oder sogar getöteten Verkehrsteilnehmern zu verringern.

2. Falsche Polizeibeamte rufen mindestens 20 Leute im Landkreis an - in einem Fall mehrere tausend Euro erbeutet

Am Freitagnachmittag haben falsche Polizeibeamte mindestens 20 verschiedene Bürgerinnen und Bürger in Buxtehude und Fredenbeck angerufen und versucht, diese nach Wertgegenständen und im Haushalt vorhandenem Bargeld auszufragen. In den meisten Fällen ließen sich die Angerufenen davon aber nicht beeindrucken und beendeten das jeweilige Gespräch. Einige gaben aber bereitwillig Auskunft und in einem Fall war ein "Kommissar Berger", den es bei der Polizei aber natürlich nicht gibt in Buxtehude erfolgreich. Er schickte nach dem Ausfragetelefonat dann kurze Zeit später einen "Kollegen" vorbei, der mehrere tausend Euro "zur Sicherstellung" abholte und damit unerkannt flüchten konnte.

Evtl. noch weitere Geschädigte werden gebeten, sich bei ihren örtlichen Polizeidienststellen im Landkreis zu melden.

Die Polizei warnt nochmals vor diesem Phänomen und gibt hier die nötigen Tipps für ein richtiges Verhalten:

So gehen die Betrüger vor:

Am Telefon meldet sich eine Person bei Ihnen und gibt sich als ermittelnder Polizeibeamter oder Staatsanwalt aus. Die Person am Telefon sagt, dass bei einem festgenommenen Einbrecher ein Notizzettel mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift gefunden wurde. Nun wolle die Polizei weitere Straftaten verhindern und andere Komplizen festnehmen. Dazu sei Ihre Mitarbeit erforderlich. Der Täter ist in diesem Gespräch sehr geschickt und wird versuchen, Informationen über Bankkonten, Wertanlagen, Schmuck, Vermögensverhältnisse und vorhandene Wertgegenstände zu erlangen. Auch wird ggf. angeboten, natürlich zu Ihrem Schutz, vorbeizukommen und Geld, Schmuck sowie weitere Wertgegenstände abzuholen, um es für einen bestimmten Zeitraum bei der Polizei sicher aufzubewahren. Mancher Täter ist sogar so dreist und erzählt, dass man Hinweise auf eine angebliche Mittäterschaft von Bankmitarbeitern habe. Ziel ist es, auch das Vertrauen in die Bank und deren Mitarbeiter zu erschüttern. Es ist auch schon vorgekommen, dass während eines Telefonats ein angebliches Gespräch von Tätern vorgespielt wird, in dem deutlich Stimmen von Personen zu hören sind, die sich verabreden, Geld von Ihrem Konto abzuheben.

ACHTUNG: HIERBEI HANDELT ES SICH NICHT UM POLIZEIBEAMTE! Seien Sie auch misstrauisch, wenn Sie während des Gesprächs mit dem Handy zur Bank gehen und Geld von Ihrem Konto abheben sollen. Da Sie ja immer noch mit dem Täter telefonieren, kann dieser sicher sein, dass Sie keine Person Ihres Vertrauens befragen oder über die Telefonnummer 110 selbst die richtige Polizei anrufen.

In letzter Zeit wurden auch Fälle bekannt, in denen sich die Betrüger als Bankmitarbeiter oder andere Amtspersonen ausgegeben haben.

ACHTUNG: DIE TELEFONNUMMER DER POLIZEI IN DER TELEFONANZEIGE! Durch technische Manipulation können die Täter die echte Telefonnummer z.B. von der örtlichen Polizei, aber auch die Notrufnummer 110 im Display Ihres Telefons anzeigen. Diese Technik wird als Call-ID-Spoofing bezeichnet. Diverse Dienste im Internet bieten die Möglichkeit dazu an. Dazu der ausdrückliche Hinweis: die Notrufnummer 110 wird bei Anrufen durch die echte Polizei nicht übertragen!

Präventionstipps - So können Sie sich schützen:

Die "echte" Polizei fordert Sie niemals auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen, um Ermittlungen zu unterstützen.

Seien Sie misstrauisch. Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Sie haben immer Zeit für eine Rücksprache mit Angehörigen, Vertrauenspersonen und der örtlichen Polizei!

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe!

Polizisten in ziviler Kleidung weisen sich mit einem Dienstausweis aus und haben Verständnis dafür, dass Sie aus Sicherheitsgründen selber bei Ihrer zuständigen Polizeizentrale nachfragen. Suchen Sie dazu selber die Telefonnummer der Polizei (z.B. aus dem Telefonbuch) heraus.

Rufen Sie nie über die am Telefon angezeigte Nummer zurück - legen Sie auf! Verständigen Sie dann bei verdächtigen Vorfällen umgehend die 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle!

Sie können bei Ihrem Provider eine Löschung/Sperre der Veröffentlichung Ihrer Daten im Telefonbuch (Druck und Online) beantragen. Den Tätern wird somit für die Zukunft die Möglichkeit genommen, gezielt nach Namen zu suchen. Beliebt sind hier Vornamen, die auf ältere Personen hinweisen könnten.

Informieren Sie Familie, Freunde, Bekannte und besonders ältere Mitbürger über diese Gefahr!

3. Einbrecher in Himmelpforten erfolgreich

In der Nacht von Samstag auf Sonntag zwischen 02:00 h und 09:30 h sind bisher unbekannte Täter in Himmelpforten in der Schmiedestraße auf ein dortiges Firmengelände gelangt, haben ein Fenster aufgehebelt und konnten so im Inneren sämtliche Räume durchsuchen. Mit einem dabei erbeuteten Tresor mit Bargeld konnten der oder die Täter dann anschließend unerkannt die Flucht antreten. Der angerichtete Schaden wird hier auf mehrere tausend Euro geschätzt.

In der Zeit zwischen Freitag 09:00 h und Sonntag, 10:30 h sind ebenfalls in Himmelpforten in der Forststraße bisher unbekannte Einbrecher nach dem Aufhebeln einer Nebeneingangstür in ein dortigen Einfamilienhaus eingedrungen und haben das derzeit unbewohnte Haus durchsucht. Ob und was hier entwendet wurde, steht zur Zeit noch nicht fest, der Schaden dürfte sich aber auf mindestens mehrere hundert Euro belaufen.

Zeugen, die in einem der beiden Fälle verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 04144-616670 bei der Polizeistation Himmelpforten zu melden.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Stade
Pressestelle
Rainer Bohmbach
Telefon: 04141/102-104
E-Mail: rainer.bohmbach@polizei.niedersachsen.de

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