POL-ROW: 8.000 Euro bei Cybertrading-Betrug verloren: Tipps der Polizei
Rotenburg (Wümme) (ots)
Landkreis. Bereits im vergangenen Jahr wurde ein 65-jähriger Mann aus der Samtgemeinde Selsingen Opfer eines Anlagebetrugs. Er überwies rund 8.000 Euro an eine vermeintlich seriöse Online-Handelsplattform, um sein Geld gewinnbringend anzulegen. Das Geld ist weg. Leider kommt es im gesamten Bundesgebiet regelmäßig zu solchen oder ähnlichen Fällen. Die Polizei warnt.
- Traumhafte Renditen als Warnsignal -
Wer eine lukrative Kapitalanlage sucht, sollte sich nicht von hohen Gewinnversprechen blenden lassen. Gerade angeblich sichere Investments mit außergewöhnlich hohen Renditen sind häufig ein Warnsignal.
Hinter solchen Angeboten können Anlagebetrüger stecken, die mit dem Versprechen auf hohe Zinsen oder schnelle Gewinne gezielt das Geld gutgläubiger Anleger abschöpfen wollen. Dabei nutzen sie die oft schwer verständliche Komplexität moderner Finanzprodukte ebenso aus wie die fehlende Vorsicht mancher Investoren bei Aussicht auf hohe Erträge.
- Risiken müssen klar benannt werden -
Seriöse Bankmitarbeiter und Finanzdienstleister (z. B. Vermögensberater oder -vermittler) sind verpflichtet, im Beratungsgespräch ausdrücklich auf die Risiken eines Anlageprodukts hinzuweisen.
Zudem müssen sie die Inhalte der Beratung dokumentieren und dem Kunden vor Vertragsabschluss ein entsprechendes Protokoll aushändigen.
Zu einer ordnungsgemäßen Beratung gehören insbesondere:
- die Anlageziele und Wünsche des Kunden (z. B.
sicherheitsorientiert oder spekulativ),
- die konkreten Empfehlungen des Beraters sowie
- die maßgeblichen Gründe für diese Empfehlung.- Tipps der Polizei -
- Vertrauen Sie Ihr Geld ausschließlich seriösen und überprüfbaren
Anbietern an. Lassen Sie sich Referenzen vorlegen.
- Nehmen Sie sich Zeit und lassen Sie sich nicht unter Druck
setzen.
- Lesen Sie Vertragsunterlagen und AGB sorgfältig und fragen Sie
bei Unklarheiten gezielt nach.
- Klären Sie, ob und wie Ihre Investition abgesichert ist. Manche
Produkte (z. B. Inhaberschuldverschreibungen) sind nicht durch
Einlagensicherungsfonds geschützt - bei Insolvenz droht
Totalverlust.
- Holen Sie Vergleichsangebote ein.
- Nutzen Sie die Beratung von Verbraucherzentralen oder
spezialisierten Rechtsanwälten (z. B. Fachanwälte für
Kapitalmarktrecht).
- Bedenken Sie: Einer hohen Rendite steht stets ein entsprechend
hohes Risiko gegenüber - bis hin zum vollständigen Verlust des
eingesetzten Kapitals.
- "Zertifikate" oder Siegel (z. B. TÜV) sind häufig reine
Werbemittel und kein Nachweis für Seriosität.
- Prüfen Sie den Firmensitz. Unseriöse Anbieter wählen ihren Sitz
oft im Ausland oder in bekannten Steueroasen.
- Achten Sie auf die Gesellschaftsform. Unternehmen in der
Rechtsform einer "Limited" (Ltd.) verfügen häufig über nur
geringes Stammkapital und unterliegen eingeschränkten
Haftungsregelungen.Alles zum Thema: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/kredit-und-anlagebetrug/
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