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24.09.2019 – 19:19

Polizeidirektion Itzehoe

POL-IZ: 190924 Itzehoe: 5. Folgemeldung Einsatz Klimacamp in Sankt Margarethen Vorläufige Bilanz des Polizeieinsatzes

Itzehoe (ots)

Der seit Donnerstag, 19.09.2019, stattfindende Einsatz der Polizei verlief bis zur Nacht von Montag auf Dienstag weitestgehend störungsfrei. Das Klimacamp in Sankt Margarethen fand insgesamt friedlich und ohne besondere Vorkommnisse statt. Nach jetzigem Stand ist niemand verletzt worden. Nachdem sich die Bewohner bis Sonntag mit dem Aufbau des Camps und der Durchführung von Workshops befasst haben, sind die Teilnehmer am Montagvormittag, 23.09., in zwei Aufzügen zum Firmengelände der Firma Yara marschiert. Sie blockierten im Rahmen einer angemeldeten Versammlung zwei Zufahrtstore zum Firmengelände. Die ursprünglich bis Montagabend, 18:00 Uhr, angemeldete Versammlung wurde Montagnachmittag auf Antrag eines Versammlungsleiters durch Genehmigung der Versammlungsbehörde auf den Zeitraum bis Dienstag, 15:00 Uhr, ausgeweitet.

Bereits Montagmorgen (23.09.) stellte die Bundespolizei zwei mutmaßliche Eingriffe in den Bahnverkehr zwischen Wilster und Brunsbüttel fest. Ein Tatverdächtiger ist nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen handelt es sich wahrscheinlich um Altfälle. Ebenfalls am Montagmorgen kontrollierte die Polizei zwei Fahrzeuge im Bereich Wilster und drei Personen im Nahbereich des Gleises bei Wilster. In den Fahrzeugen saßen 12 Personen, deren Gesichter geschwärzt waren. Außerdem trugen sie Stirnbandlampen und ein Teil hatte die eigenen Fingerkuppen manipuliert. Aus Gründen der Gefahrenabwehr nahm die Polizei die Personen in Gewahrsam und entließ sie im Laufe des Montags wieder.

Im Verlauf des Montagabends kam es gegen 21:00 Uhr zu einer Blockade eines dritten Tores durch 20 Versammlungsteilnehmer. Die Personen verließen auch nach der dritten Aufforderung seitens der Polizei ihren Blockadeort nicht und wurden schließlich vom Tor weggetragen. Dabei verhielten sie sich passiv und leisteten keinen Widerstand.

In der Nacht von Montag auf Dienstag, 24.09., gelangten insgesamt 12 Versammlungsteilnehmer auf das Firmengelände der Firma Yara. Sieben von ihnen sind sofort durch die Polizei in Gewahrsam genommen worden, fünf Personen bewegten sich weiter auf einen Wassertank zu, dessen Treppen sie hochliefen. Vier Personen dieser Gruppe ketteten sich auf einem Podest an Geländer, der fünfte konnte dort sofort in Gewahrsam genommen werden. Da bei zwei Personen der Verdacht einer Unterkühlung bestand, versorgte die Polizei die Personen mit Decken und alarmierte den Rettungsdienst. Um 10:16 Uhr ist die letzte angekettete Person unverletzt befreit und mit den anderen Personen in Gewahrsam genommen worden. Die insgesamt 12 Personen sind im Laufe des Dienstags aus dem Gewahrsam entlassen worden. Wegen des Aufschneidens des Zaunes und Betreten des Firmengeländes werden Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gefertigt. Zu weiteren unbefugten Betreten des Firmengeländes ist es während der Einsatztage nicht gekommen.

Dienstagmittag versuchte eine 70-köpfige Personengruppe aus Reihen der Versammlungsteilnehmer heraus, vom Versammlungsort zum Zaun des Firmengeländes zu gelangen. Das Überklettern des Zaunes ist durch konsequentes Handeln der Einsatzkräfte verhindert worden.

Die Versammlung wurde heute (24.09.) um 15:00 Uhr beendet. Die Teilnehmer gingen in einem gemeinsamen Aufzug zurück zum Klimacamp nach Sankt Margarethen.

Über den gesamten Einsatzzeitraum waren über 500 Polizeibeamte aus Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg eingesetzt.

Der Einsatzleiter, Herr Leitender Polizeidirektor Holger Meincke, bilanzierte: "Es handelte sich um einen vom Zeitraum her recht langen Einsatz, den die Polizei mit einem hohen Einsatzaufwand sehr zufriedenstellend durchgeführt und beendet hat. Die gute Zusammenarbeit mit der Versammlungsbehörde verbunden mit dem kommunikativen aber auch konsequenten Konzept der Polizei in Richtung der Versammlungsteilnehmer führte zu dem positiven Verlauf des Einsatzes."

Medienvertreter richten bitte ihre telefonischen Anfragen an folgende Telefonnummern: 04121 / 80190 312 oder 0171 5672566.

Jürgen Czerwonka/ Björn Gustke

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