POL-GE: Folgemeldung zu "Aktivisten dringen auf Kraftwerksgelände in Gelsenkirchen ein"
Gelsenkirchen (ots)
Die Polizei Gelsenkirchen hat einen Protest von Klimaaktivisten am Freitag, 29. Mai 2026, an einem Kraftwerk im Stadtteil Scholven aufgelöst und zieht eine vorläufige Bilanz. Circa 250 Personen hatten sich am Vormittag unbefugt Zutritt zu dem Gelände an der Glückaufstraße verschafft und sich dort auf einer Freifläche zu einem Protest formiert. Mit starken Polizeikräften gewährleistete die Polizei die Sicherheit aller Beteiligten sowie den Schutz der kritischen Infrastruktur vor Ort.
Die Erstmeldung hierzu finden Sie unter: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/51056/6284703
Da es sich um eine nicht angemeldete Versammlung und ein unbefugtes Eindringen auf das Werksgelände handelte, wurde polizeilich geprüft, welche Verstöße und Straftaten vorlagen. Gesichert werden sollten so zudem mögliche Ansprüche des Kraftwerkbetreibers.
Nicht kooperativ zeigten sich die Demonstranten in diesem Zusammenhang hinsichtlich einer Klärung ihrer Personalien, woraufhin die Polizei Identitätsfeststellungen durchführte. Aufgrund einer sich zuspitzenden Wetterlage und einem damit einhergehenden Sicherheitsrisiko für alle Beteiligte, verlagerte die Polizei die Fortsetzung dieser Maßnahmen am Abend auf das Gelände des Polizeipräsidiums in Buer, um dort die Identitäten aller Demonstrationsteilnehmer zu klären. Diese Maßnahme dauert an.
In Bussen, mit denen die Demonstranten nach Gelsenkirchen angereist waren, fanden Polizeibeamte bei der Durchsuchung neben pyrotechnischen Gegenständen auch Vermummungs- und Klebematerialien und stellten diese sicher.
Die Leiterin des Einsatzes, Polizeidirektorin Carina Fischer, zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf: "Die Einsatzkräfte haben die Situation professionell und mit Augenmaß bewältigt. Wir konnten die Lage ruhig und statisch halten, wodurch die Sicherheit vor Ort jederzeit gewährleistet war. Für das Recht auf friedlichen Protest steht die Polizei jederzeit klar ein - strafbare Handlungen, gerade in Zusammenhang mit besonders sensiblen Bereichen, werden jedoch von uns konsequent verfolgt."
Hintergrund der Protest-Aktion in Gelsenkirchen war die Organisation eines Klimacamps in Hamm, von wo aus sich Aktivisten unter anderem nach Gelsenkirchen begeben hatten. Während des gesamten Einsatzes legte die Polizei einen besonderen Fokus auf den Schutz der kritischen Infrastruktur sowie auf die Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit. Der Einsatz dauert an.
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