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02.08.2019 – 09:31

Polizei Eschwege

POL-ESW: Enkeltrick

Eschwege (ots)

Am gestrigen Nachmittag erfolgte ein Anruf bei einer 85-Jährigen aus Großalmerode, wo sich eine weibliche Person (hochdeutsch sprechend) als eine "Gaby" vorstellte. Diese gab an, dass sie sich zurzeit bei einem Rechtsanwalt aufhalte und dort den Vertrag für den Kauf einer Eigentumswohnung unterschreibe. Hierzu benötige sie 4000 EUR. Da die Angerufene tatsächlich eine Bekannte unter diesem Namen hat, hörte sie sich dies alles zunächst an, hegte aber schon Zweifel an der Echtheit des Anrufs. Die angebliche "Gaby" versuchte dann in dem Gespräch festzustellen, ob auch 30.000 EUR zur Verfügung stehen, was aber verneint wurde. Auch versuchte die Anruferin herauszufinden, ob die 4000 EUR bar zur Verfügung stehen würden oder man zunächst eine Bank aufsuchen müsse. Die 85-Jährige blieb misstrauisch und rief nach Beendigung des Anrufs die ihr persönlich bekannte Gaby selbst an, wo dann sofort ihr Misstrauen bestätigt wurde und schnell klar war, dass es sich um einen betrügerischen Anruf gehandelt hat. Daraufhin informierte sie die Polizei.

Ein weiterer Anruf erfolgte gegen 15:35 Uhr in Großalmerode. Hier fragte die Anruferin nach bekannter Masche: "Weißt du, wer hier ist?", worauf die Angerufene zunächst von einer Bekannten ausging. Es folgte die oft verwandte Geschichte eines Hauskaufs / Notar und dass man dringend Geld benötige, ohne in dem konkreten Fall eine Geldsumme zu nennen. Da der Angerufenen Zweifel aufkamen, beendete sie das Gespräch.

Präventionstipps Enkeltrick

   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht 
     selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern 
     fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst 
     zu nennen.
   - Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als 
     Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht 
     erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige 
     Verwandte/Bekannte wissen kann.
   - Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   - Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie
     sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie 
     die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an 
     und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
   - Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: 
     Besprechen Sie dies mit Familienangehörige oder anderen Ihnen 
     nahestehende Personen.
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an 
     unbekannte Personen.
   - Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie 
     unverzüglich die Polizei unter 110. Sind Sie bereits Opfer eines
     Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der 
     Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu 
     erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und 
     die Täter zu überführen.
   - Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta 
     Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie
     gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern oder Löschen eines 
     Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
   - Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z.B. höhere Geldbeträge und andere
     Wertgegenstände nicht zuhause auf, sondern auf der Bank oder im 
     Bankschließfach. 

Pressestelle PD Werra-Meißner, KHK Künstler

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Werra-Meißner
Niederhoner Str. 44
37268 Eschwege
Pressestelle

Telefon: 05651/925-123
E-Mail: poea.werra.meissner@polizei-nordhessen.de

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