POL-HB: Nr.: 0342 --Kreisverkehr statt Kavalierstart: Polizei bremst Poserszene aus--
Bremen (ots)
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Ort: Bremen-Walle, OT Überseestadt Zeit: 23.05.2026
Bei sommerlichem Wetter kam es am Samstagabend des Pfingstwochenendes zu einem erhöhten Aufkommen der Raser- und Poserszene in der Überseestadt. Die Polizei Bremen war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und setzte konsequent Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Kontrolle um.
Ab den Abendstunden gingen erste Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern über hochmotorisierte Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeiten, aufheulende Motoren sowie laute Musik ein. Im Bereich Kommodore-Johnsen-Boulevard, Konsul-Smidt-Straße und rund um den Waller Sand entwickelte sich zeitweise ein erhebliches Verkehrsaufkommen, mit über 100 Fahrzeugen, darunter viele aus dem Bremer Umland, die der Poser-Szene zuzuordnen waren. Teilweise waren auch Zufahrtswege blockiert, sodass die Anfahrt von Polizei, Feuerwehr und ÖPNV erschwert wurde.
Die Polizei reagierte frühzeitig mit Maßnahmen. Durch gezielte Verkehrslenkungen und Sperrungen an zentralen Zufahrten konnte der Verkehrsfluss wiederhergestellt und die Situation beruhigt werden. Für die Szene wurde dabei bewusst ein "frustrierender Verkehrsfluss" geschaffen, um spontanes Rasen und Posen zu unterbinden. Ab etwa 22.30 Uhr waren deutliche Abwanderungstendenzen feststellbar, gegen Mitternacht hatte sich die Lage weitgehend normalisiert.
Im Rahmen der Maßnahmen kontrollierten Einsatzkräfte insgesamt 42 Fahrzeuge und 76 Personen. Zudem wurden 15 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Klar erkannte Verstöße wurden konsequent geahndet, gleichzeitig führten die Einsatzkräfte zahlreiche verkehrserzieherische Gespräche.
Die Polizei Bremen wird weiter konsequent gegen gefährliches Fahrverhalten und provozierende Lärmbelästigungen vorgehen. Ziel der Maßnahmen ist es, Gefahren für Verkehrsteilnehmende zu verhindern, die Lebensqualität im Quartier zu schützen und das Sicherheitsgefühl der Anwohnerinnen und Anwohner zu stärken. Mehrere Bürgerinnen und Bürger bedankten sich noch während des Einsatzes ausdrücklich bei den Einsatzkräften für das polizeiliche Einschreiten.
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Nils Matthiesen
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