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Feuerwehr MTK: Feuerwehr Hattersheim gründet Fachgruppe Kran/Rüst - Kickoff mit rund 25 Einsatzkräften

Feuerwehr MTK: Feuerwehr Hattersheim gründet Fachgruppe Kran/Rüst - Kickoff mit rund 25 Einsatzkräften
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Hattersheim am Main (ots)

Die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main haben am Montagabend den Startschuss für eine neue Spezialeinheit gegeben: Mit einem gemeinsamen Kickoff ist die Fachgruppe Kran/Rüst offiziell in die Aufbauphase gestartet. Rund 30 interessierte Einsatzkräfte aus den Stadtteilwehren Hattersheim, Okriftel und Eddersheim folgten der Einladung und informierten sich über Aufgaben, Struktur und Perspektiven der neuen Einheit.

Im Mittelpunkt steht die Bündelung und Weiterentwicklung von Spezialkompetenzen im Bereich schwerer technischer Hilfeleistungen. Mit dem vorhandenen Wechselladerfahrzeug-Kran (WLF-K 32/6900) und dem Abrollbehälter Kran/Rüst (AB-K/R) verfügen die Feuerwehren bereits heute über leistungsfähige Technik - die künftig noch gezielter und strukturierter eingesetzt werden soll.

"Mit der Fachgruppe schaffen wir eine klare Struktur für ein hochspezialisiertes Einsatzmittel. Unser Ziel ist es, die vorhandene Technik noch effektiver einzusetzen und gleichzeitig die Sicherheit für unsere Einsatzkräfte weiter zu erhöhen", betont Stadtbrandinspektor David Tisold.

Spezialisierung für komplexe Einsatzlagen

Die Anforderungen an den Einsatz eines Krans sind hoch. Neben der sicheren Bedienung des Krans selbst erfordert insbesondere der Umgang mit Anbaugeräten, Lasten und komplexen Einsatzlagen eine intensive und regelmäßige Ausbildung.

Genau hier setzt die neue Fachgruppe an: Sie übernimmt künftig die Aus- und Fortbildung sowie die operative Nutzung der Kran- und Rüsttechnik. Ziel ist es, ein eingespieltes Team zu etablieren, das auch in anspruchsvollen Lagen sicher, effizient und professionell agiert.

Leistungsfähige Technik für vielfältige Einsatzszenarien

Das WLF-Kran basiert auf einem Mercedes-Benz Arocs 4151 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 32 Tonnen. Der verbaute Ladekran vom Typ Palfinger PK 37.002 TEC7 erreicht eine maximale hydraulische Reichweite von 21,8 Metern und hebt Lasten von bis zu sechs Tonnen bei sechs Metern Ausladung.

In Kombination mit dem Abrollbehälter Kran/Rüst stehen zahlreiche Einsatzoptionen zur Verfügung, unter anderem:

   - Anheben und Bergen von Fahrzeugen oder schweren Lasten
   - Arbeiten in Höhen über Arbeitskorb oder Rettungsgondel
   - Beseitigung von Sturmschäden und Öffnen von Dachkonstruktionen
   - Unterstützung bei Brandeinsätzen, z. B. durch Ausräumen von 
     Brandschutt
   - Einsatz als Festpunkt für die seilunterstützte Höhenrettung 
     (SRHT)
   - Großtierrettung oder technische Sicherungsmaßnahmen

Dafür stehen Anbauteile, wie eine Rettungsgondel, ein Arbeitskorb, eine Steinstapelzange, ein Restholzgreifer, ein Mehrschalengreifer, eine 1 m³-Schuttmulde, eine Hebetraverse sowie ein Monitor (2.000 l/min) zur Verfügung. Ergänzt wird das System durch umfangreiches Rüstmaterial und Zubehör wie Mehrzweckzüge (MZ16 & MZ32), Formhölzer, Bauklammern oder ein Notdach.

Bewährte Technik mit wachsender Bedeutung

Bereits in den vergangenen Jahren kam das WLF-Kran bei verschiedenen Einsatzlagen erfolgreich zum Einsatz - etwa bei einem Dachstuhlbrand in Eddersheim, nach einer Windhose in Okriftel oder bei technischen Hilfeleistungen im Stadtgebiet. Mit dem Aufbau der Fachgruppe wird diese Fähigkeit nun konsequent weiterentwickelt und organisatorisch verankert.

Breite Beteiligung aus allen Stadtteilen

Ein wesentliches Ziel der neuen Fachgruppe ist die enge Zusammenarbeit über die Stadtteilgrenzen hinweg. Alle bereits ausgebildeten Kranführer sind Teil der Einheit, darüber hinaus bringen sich weitere interessierte Einsatzkräfte ein. Das große Interesse beim Kickoff zeigt: Die Fachgruppe trifft auf eine hohe Motivation und Bereitschaft, sich in einem anspruchsvollen Spezialgebiet einzubringen.

Nächste Schritte: Ausbildung und Strukturaufbau

In den kommenden Monaten stehen der Aufbau von Ausbildungsstrukturen, regelmäßige Übungen sowie die Definition von Einsatzabläufen im Fokus. Damit schaffen die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main die Grundlage für eine leistungsfähige und zukunftsorientierte Spezialeinheit im Bereich der technischen Hilfeleistung.

Rückfragen bitte an:

Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main
Arbeitskreis Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Sebastian Baum, Pressesprecher
Telefon: 06190 93799-6034
E-Mail: pressefwsh@hattersheim.de
https://www.feuerwehren-hattersheim.org

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