FFW Schwalmtal: Viele Einsätze, neue Technik und Ehrungen bei der Feuerwehr Schwalmtal
Schwalmtal (ots)
In der Achim-Besgen-Halle in Waldniel fand am Freitag, dem 13. März 2026, die 56. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwalmtal statt. Der Leiter der Feuerwehr, Dirk Neikes, eröffnete die Versammlung um 20:05 Uhr und begrüßte neben den Mitgliedern der Feuerwehr zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung sowie von befreundeten Organisationen. Zu den Anwesenden zählten Bürgermeister Andreas Gisbertz, die stellvertretende Bürgermeisterin Giesela Jackels, der Vorsitzende des Ausschusses für Ordnung, Sport, Kultur und Tourismus Ingolf Ropohl, der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Viersen, Prof. Dr. Helmut Parsch, der ehemalige Leiter der Feuerwehr Schwalmtal Achim Ahlers, der Fachbereichsleiter Thomas Höpfner, die Sachgebietsleiterin Sonja Classen sowie der zuständige Sachbearbeiter Markus Buttig. Ebenfalls begrüßt wurden Vertreter der im Rat vertretenen Fraktionen, Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes, die Mitglieder der Ehrenabteilung, die Einsatzabteilungen beider Löschzüge sowie die Jugendfeuerwehr.
Nach dem Totengedenken folgte der Bericht der Feuerwehrleitung über das vergangene Jahr. Im Jahr 2025 rückten die Löschzüge Amern und Waldniel zu insgesamt 241 Einsätzen aus. Das Einsatzgeschehen umfasste Brandeinsätze, technische Hilfeleistungen, Einsätze nach Unwettern sowie Unterstützungen im Rettungsdienst. Damit blieb das Einsatzaufkommen weiterhin auf einem hohen Niveau.
Erneut erfolgreich verlief die Teilnahme am Leistungsnachweis des Kreisfeuerwehrverbandes Viersen. Der Löschzug Amern konnte dabei zum 4. Mal den Wanderpokal erringen. Darüber hinaus nahm eine Wettkampfgruppe der Feuerwehr Schwalmtal an den 14. Deutschen Feuerwehr-Meisterschaften vom 10. bis 13. Juli 2025 in Böblingen-Dagersheim teil und erreichte dort die Wertungsstufe Bronze.
Ein bedeutender Schritt für die Einsatzbereitschaft war im vergangenen Jahr die Indienststellung einer neuen Drehleiter beim Löschzug Waldniel. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf rund 1 Million Euro. Die zuvor eingesetzte Drehleiter war über 25 Jahre im Dienst und wurde an eine Nachbargemeinde in einem benachbarten Kreis abgegeben. Für die Ausbildung an dem neuen Fahrzeug wurden zahlreiche Übungsstunden durchgeführt. Die Feuerwehrleitung sprach dem Ausbilderteam hierfür einen besonderen Dank aus.
Auch im Bereich der Infrastruktur konnten wichtige Fortschritte erzielt werden. Das Grundstück für den Neubau des Gerätehauses in Amern wurde erworben und vorbereitet. Gleichzeitig wurde die Planung zur Erweiterung des Gerätehauses in Waldniel weiter vorangetrieben. Beide Maßnahmen sind von großer Bedeutung, um auch künftig eine leistungsfähige Gefahrenabwehr in der Gemeinde Schwalmtal sicherzustellen.
Neben dem Einsatzdienst nahm die Aus- und Fortbildung erneut einen großen Stellenwert ein. Zahlreiche Lehrgänge auf Gemeinde-, Kreis- und Landesebene wurden besucht. In einer eigens gebildeten Arbeitsgemeinschaft wurde ein umfassendes Hygienekonzept für die gesamte Feuerwehr erarbeitet und vorgestellt. Mit der Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen wird im Laufe dieses Jahres schrittweise begonnen.
Darüber hinaus wurde der Aufbau einer Einsatzleitwagen-Gruppe weiter vorangetrieben. Die Mitglieder wurden intensiv geschult, um bei größeren Schadenslagen die Einsatzleitung wirksam unterstützen zu können. Im Bericht der Feuerwehrleitung wurde außerdem darauf hingewiesen, dass im Jahr 2025 lediglich 4 Unfälle im Dienstbetrieb zu verzeichnen waren. Die Aufgaben der Sicherheitsbeauftragten werden von Wolfgang Dreßen und Arno Adrians wahrgenommen.
Auch außerhalb des Einsatzdienstes engagierten sich Angehörige der Feuerwehr in vielfältiger Weise. So nahm erneut eine Gruppe am Gedächtnislauf zu Ehren von Dr. Ernst van Aaken teil. Zudem beteiligten sich mehrere Feuerwehrangehörige an sportlichen Veranstaltungen und Wettbewerben.
Im Anschluss stellte die Jugendfeuerwehr ihren Jahresbericht vor. Stella Hecken und Elia Lindemann berichteten über die Aktivitäten des vergangenen Jahres. Besonders erfreulich war, dass mit Leon Reinhard, Alöna Dick, Paul Maaßen und Alexander Durst vier Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen werden konnten. Außerdem wurde das Eintrittsalter für die Jugendfeuerwehr auf 10 Jahre abgesenkt, was sich bereits positiv auf die Nachwuchsgewinnung auswirkt.
Nach dem Bericht des Geschäftsführers Thomas Bongartz über die Kassenlage und der anschließenden Entlastung des Vorstandes wurden neue Kassenprüfer gewählt. Patrick Hönninger und Thomas Gierkens wurden einstimmig gewählt. Als Beisitzer wurden Timo Dreßen und Arno Adrians bestätigt, während Thomas Bongartz erneut zum Geschäftsführer gewählt wurde.
Ein besonderer Höhepunkt der Versammlung waren die Beförderungen innerhalb der Feuerwehr. Zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau wurden Paul Maaßen, Niklas Finger, Patrick Tennie, Tim Strathmann, Alexander Durst, Leon Reinhard, Alöna Dick und Karolina Puskaric befördert. Zur Hauptfeuerwehrfrau wurde Melissa Nelissen ernannt. Zu Unterbrandmeistern wurden Ron Ix und Fabian Lehnen befördert. Zum Brandmeister wurde Heiko Uhing ernannt. Zu Oberbrandmeistern wurden Martin Gerhards und Andre Deckers befördert. Zum Hauptbrandmeister wurde Martin Bongartz ernannt.
Im Anschluss folgten die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft. Für 10 Jahre Dienst wurden Markus Pillen und Martin Gerhards ausgezeichnet. Für 25 Jahre Dienst wurden Stefan Engel, Stefan Zangs, Christian Engbroichs und Stephan Pillen geehrt. Für 35 Jahre Dienst wurde Nicole Tillmanns ausgezeichnet. Für 40 Jahre Dienst wurde Peter Buffen geehrt. Für 50 Jahre Dienst wurden Josef Joepen und Willi Nooten ausgezeichnet.
Die Ehrungen wurden durch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Viersen, Prof. Dr. Helmut Parsch, gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Gisbertz, dem stellvertretenden Leiter der Feuerwehr Jochen Trumm sowie dem Leiter der Feuerwehr Dirk Neikes vorgenommen. Dabei wurde das langjährige ehrenamtliche Engagement für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger besonders gewürdigt.
In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Andreas Gisbertz allen Einsatzkräften für ihren ehrenamtlichen Dienst und betonte die große Bedeutung einer gut ausgestatteten Feuerwehr. In den kommenden Jahren werde die Gemeinde weiterhin umfangreiche Investitionen in Fahrzeuge, Gebäude, Schutzkleidung und Ausbildung tätigen. Insgesamt seien hierfür rund 4 Millionen Euro vorgesehen. Besonders hob er die erfolgreiche Arbeit der Jugendfeuerwehr hervor.
Auch Prof. Dr. Helmut Parsch ging in seiner Ansprache auf die steigenden Anforderungen im Brand- und Katastrophenschutz ein und betonte die zunehmende Bedeutung der Zusammenarbeit der Katastrophenschutzbehörden.
Zum Abschluss der Versammlung blickte der Leiter der Feuerwehr Dirk Neikes auf die veränderten Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre zurück. Die Einsätze würden komplexer und zeitintensiver, gleichzeitig steige der organisatorische Aufwand. Themen wie Einsatzstellenhygiene, zusätzliche Spezialisierungen, die Arbeit der Einsatzleitwagen-Gruppe sowie gesetzliche Änderungen im Brand- und Katastrophenschutz stellten die Feuerwehr vor neue Herausforderungen. Für die kommenden Jahre sind unter anderem die Beschaffung von 2 neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugen im Jahr 2027 sowie weitere Investitionen in Gebäude und Ausstattung vorgesehen.
Abschließend bedankte sich die Feuerwehrleitung bei der Gemeindeverwaltung, bei der Politik, bei allen Funktionsträgern, Unterstützern sowie bei den Familien der Feuerwehrangehörigen für die gute Zusammenarbeit und das Verständnis für den ehrenamtlichen Dienst.
Die Jahreshauptversammlung endete um 21:43 Uhr mit dem Wahlspruch der Feuerwehr:
Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr.
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