Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Landespolizeiinspektion Jena mehr verpassen.

Landespolizeiinspektion Jena

LPI-J: Warnmeldung vor betrügerischen Handwerkernotdiensten

Saale-Holzland-Kreis (ots)

Fast 5000,- Euro zahlte ein Mann aus dem Saale-Holzland-Kreis für die Beseitigung einer Verstopfung seiner Toilette. Die Rufnummer des Notdienstes fand er im Internet unter den ersten Suchtreffern. Der Monteur, der sich weder mit Namen, noch mit einem Firmennamen vorstellte, arbeitete ca. 2 Stunden. Die Bezahlung verlangte er lautstark sofort und kassierte diese über ein mobiles Kartenlesegerät. Ortsübliche Preise liegen bei ca. 100,- bis 200,- Euro für vergleichbare Arbeiten. Nachdem der Kunde sich besonnen hatte, erstattete er Anzeige wegen Betruges bei der Polizei. Zentrale Notruffirmen werben im Internet mit lokaler Verfügbarkeit von Monteuren, wobei Namen wie: Notdienst Eisenberg, Notdienst Apolda oder Sanitär Jena verwendet werden. Diese Notrufdienste vermitteln die Aufträge an "Unternehmen" im gesamten Bundesgebiet, die ihre "Mitarbeiter" auf Abruf bereithalten. Die Bandbreite der angebotenen Leistungen reicht vom Kammerjäger über Sanitärnotdienste bis Elektroleistungen und Türöffnungen, wobei teilweise die gleichen Personen alle diese Leistungen ausführen. In der Vergangenheit zeigten die Kunden nach solchen Einsätzen eine mangelnde Ausführung bzw. Qualität und oft völlig überzogene Forderungen an. Im oben erwähnten Fall rechnete der "Monteur" 72! Meter Spiraleinsatz ab. Die auf den nur teilweise übersandten Rechnungen angegebenen Firmen und Steuernummern sind oft nicht existent. Die Notsituation der Kunden wird ausgenutzt. Zugleich war die Toilette nach wenigen Tagen wieder verstopft und es bedurfte drei Stunden Arbeit durch einen lokalen Sanitärdienst, welcher dann 400,- Euro abgerechnet hatte.

Die Polizei empfiehlt, soweit als möglich zur Vermeidung solcher Situationen, ortsansässige Unternehmen zu beauftragen. Erfragen Sie noch vor Beginn der Arbeiten den Namen des Monteurs und dem ausführenden Unternehmen, bevor Sie die Handwerker ihre Arbeit beginnen lassen. Üblicherweise stellen sich die Dienstleister von selbst vor. Lassen Sie sich bei Sofortzahlung nicht unter Druck setzen, ziehen Sie im Zweifel den Rat eines Nachbarn oder Familienangehörigen hinzu. Sollten Sie im Einzelfall berechtigte Zweifel an der Ausführung der Arbeit bzw. Höhe der Forderung haben und einen Betrug vermuten, zögern Sie nicht, die Polizei zu rufen. Seriöse Unternehmen werden einem Gespräch mit der Polizei nicht aus dem Weg gehen.

Rückfragen bitte an:

Thüringer Polizei
Landespolizeiinspektion Jena
Telefon: 03641- 81 1504
E-Mail: Pressestelle.LPI.Jena@polizei.thueringen.de
http://www.thueringen.de/th3/polizei/index.aspx

Original-Content von: Landespolizeiinspektion Jena, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Landespolizeiinspektion Jena
Weitere Meldungen: Landespolizeiinspektion Jena
  • 08.01.2026 – 07:50

    LPI-J: Streit eskaliert, zwei Verletzte

    Saale-Holzland-Kreis (ots) - Hermsdorf: Am späten Mittwochabend meldeten Anwohner eine Streitigkeit vor einem Mehrfamilienhaus, diese war im Begriff sich zu einer handfesten Auseinandersetzung zu entwickeln. Alarmierte Polizeibeamte konnten die zwei Beteiligten feststellen. Diese hatten sich aus bisher ungeklärten Gründen gestritten und im Anschluss gegenseitig geschlagen. Bei den Personen handelte es sich um einen ...

  • 08.01.2026 – 07:50

    LPI-J: Suche nach Hund endet in Handschellen

    Jena (ots) - Ein 34-Jähriger war gestern Nachmittag in Jena-Löbstedt auf der Suche nach seinem Hund. Dazu suchte er eine 42-Jährige an ihrer Wohnanschrift auf und forderte seinen Hund zurück. Die Frau war aber gar nicht im Besitz des Hundes. Der Mann trat mehrfach gegen die Tür und beleidigte die Frau. Er ging anschließend weiter zu einem ihm bekannten Nachbar. Dort warf er aus bisher ungeklärten Gründen einen ...

  • 08.01.2026 – 07:50

    LPI-J: Verletzte Frau nach Kollision

    Jena (ots) - Ein 64-Jähriger fuhr am Mittwochabend mit einem Skoda hinter einer 23-Jährigen Opel-Fahrerin den Jenzigweg stadteinwärts. Beide wollten nach links in die Karl-Liebknecht-Straße einbiegen und ordneten sich dementsprechend ein. Wegen einer roten Ampel musste die 23-Jährige ihr Fahrzeug stoppen. Der hinter ihr befindliche Skoda-Fahrer erkannte die Situation zu spät und fuhr auf. Im Zuge des Zusammenpralls ...