Feuerwehr Bottrop

FW-BOT: Großübung der Feuerwehr Bottrop mit 140 Beteiligten

Realistisches Verhalten der Darsteller verschärfte den Stress für die Teilnehmer erheblich
Realistisches Verhalten der Darsteller verschärfte den Stress für die Teilnehmer erheblich

Bottrop (ots) - Am heutigen Samstag führte die Feuerwehr Bottrop eine Großübung durch. Ziel war es, die Abläufe eines sogenannten "Massenanfall von Verletzten" (MANV) zu üben. Ein Massenanfall von Verletzten ist dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn des Einsatzes mehr Verletzte an der Einsatzstelle vorhanden sind, als durch den Rettungsdienst versorgt werden können. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Patientensichtung. Dies bedeutet, dass die ersteintreffenden Notärzte die Verletzungsschwere der Patienten beurteilen und die Behandlungsdringlichkeit kategorisieren. Gleichzeitig werden durch die Leitstelle entsprechende Transportkapazitäten aus den umliegenden Städten und Kreisen alarmiert.

Bei der heutigen Übung wurde eine Explosion in einer Produktionshalle eines Industriebetriebs angenommen. 25 Personen wurden dabei verletzt, zum Teil schwer. Zur Intensivierung der Übung wurden "Realistische Unfall- und Notfalldarsteller" eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine speziell ausgebildete Gruppe der DLRG Gladbeck. Die Unfalldarsteller sind dem Szenario entsprechend geschminkt und verhalten sich während der gesamten Übung so, wie es die Patienten auch während eines Realeinsatzes tun würden. Dazu gehört beispielsweise auch das Darstellen von Angst und Panik. Dies erhöht den Stress für die Einsatzkräfte erheblich.

Während einige Kräfte die Menschenrettung und die Brandbekämpfung unter Atemschutz in der verrauchten Halle durchführten, wurde draußen eine sogenannte Patientenablage gebildet. Hier führten die Notärzte die Sichtung und Erstbehandlung der Patienten durch. Mit dem Eintreffen der benötigten Rettungs- und Krankenwagen wurde dann der Abtransport durchgeführt. Dabei gibt es ein vorgegebenes Dokumentationssystem, um im Anschluss nachvollziehen zu können, welcher Patient zu welchem Zeitpunkt in welches Krankenhaus transportiert wird.

In weniger als 90 Minuten konnten alle Personen aus dem Gebäude gerettet, erstversorgt und abtransportiert werden. In den nächsten Tagen werden genaue Auswertungen stattfinden, um Verbesserungsmöglichkeiten im Ablauf festzustellen.

Insgesamt waren ca. 140 Kräfte als Teilnehmer oder Beobachter an der Übung beteiligt. Neben der Berufsfeuerwehr Bottrop waren die Freiwilligen Feuerwehren Boy und Eigen an der Einsatzstelle. Von den Hilfsorganisationen waren das Deutsche Rote Kreuz aus Bottrop, Kirchhellen und Oer-Erkenschwick, der Malteser Hilfsdienst Bottrop sowie der Arbeiter-Samariter-Bund Marl beteiligt. Die Bezirksregierung Münster war ebenfalls vor Ort und verschaffte sich ein Bild von der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte. Die Freiwilligen Feuerwehren Kirchhellen und Altstadt sowie der Grundlehrgang der Berufsfeuerwehr standen während der Übung für weitere Einsätze in Bereitstellung.

Weiteres Bildmaterial wird im Laufe der Woche auf dem Facebook-Kanal der Feuerwehr Bottrop (www.facebook.com/FeuerwehrBOT) veröffentlicht.

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