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11.07.2019 – 16:07

Polizeipräsidium Ulm

POL-UL: (BC) Laupheim - Laupheimer "schützen ihr Bestes"
Am Donnerstag machte die landesweite Aktion "Schütze dein BESTES" in Laupheim Halt.

Ulm (ots)

Sie will vermitteln, wie cool und angesagt es ist, einen Fahrradhelm zu tragen. Denn er schützt die Schaltzentrale des Menschen: das Gehirn. Er schützt Verstand, Sprachzentrum, Gefühl und somit das BESTE, was der Mensch hat. Ein Radhelm schützt also das Gehirn vor einem Netzwerkschaden.

Einen Radhelm zu tragen muss cool und angesagt sein. Er schützt das Gehirn, die Schaltzentrale und zugleich den Verstand, das Sprachzentrum und das Gefühl - kurz das BESTE, was der Mensch hat. Dies ist die zentrale Botschaft, die den Schülerinnen und Schülern bei einem tollen Erlebnis- und Mitmachangebot vermittelt werden soll. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen die Form der Helme eher an eine beige, aufgeschnittene Eierschale erinnerte. Die Helmhersteller haben inzwischen für alle Altersgruppen und Einsatzbereiche passende Helme in den Regalen. In vielen Sportarten gehört es bereits zum guten Ton, einen Helm als Kopfschutz zu tragen und bei vielen Wettkämpfen ist es zur Pflicht geworden.

Mit einem großen Aktionstag präsentierte sich am Donnerstag, 11. Juli 2019, in der Friedrich-Adler Realschule in Laupheim, die landesweite Radhelmkampagne "Schütze Dein BESTES.". Die Veranstaltungsinitiative erfolgt durch das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration, den Gewinnsparverein der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg e.V., die Volksbank Laupheim-Illertal eG sowie weiteren Partnern der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR.

Die Kampagne "Schütze Dein BESTES." wurde im Jahr 2012 in Hamburg von der Kinder-Unfallhilfe mit der Verleihung des Präventionspreises "Roten Ritters" bereits bundesweit ausgezeichnet. Ziel ist, die Helmtragequote bei Kindern und Jugendlichen zu erhöhen. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben bereits bestätigt: Ein passender Radhelm schützt den Kopf vor schweren Verletzungen und oft lebenslänglichen motorischen Einschränkungen, bis hin zum Verlust der Muttersprache.

Dass das Tragen eines Radhelms für alle Radfahrer und Radfahrerinnen zwingend notwendig ist, macht ein Blick auf die Unfallzahlen mehr als deutlich. Im Jahr 2018 sind von der Polizei Baden-Württemberg insgesamt 9.898 (Vorjahr: 8.819) Radfahrunfälle mit Personenschaden registriert worden. Bei diesen Unfällen wurden 2.093 (1.855) Fahrradnutzer schwer und 7.825 (6.940) leicht verletzt. Insgesamt kamen bei den Unfällen leider 68 (45) Radfahrer ums Leben. Zwei Drittel der tödlich verletzten Radnutzer haben keinen Fahrradhelm getragen und sind oft aufgrund ihrer schweren Kopfverletzungen gestorben.

Ein Sturz auf den Kopf, sei es mit dem Fahrrad, dem Longboard, Waveboard oder dem Elektro-Roller kann zu Verletzungen des Gehirns mit oftmals irreparablen Schädigungen führen. Das menschliche Hirn ist von seiner Konsistenz vergleichbar mit einem Pudding und durch die dünnen Kopfknochen nur vor geringer Gewalteinwirkung geschützt. Diese Botschaft stammt vom Mitinitiator der Radhelmkampagne "Schütze Dein BESTES.", Professor Dr. Martin Schuhmann, Leiter der Kinderneurochirurgie des Universitätsklinikums Tübingen.

Eltern müssen Vorbild für ihre Kinder sein - dies gilt auch beim Tragen des Radhelms. In der Realität ist jedoch oft so, dass Eltern selbst keinen Helm tragen und ihren Kindern eine "Helmpflicht" bis zur Grundschule verordnen, danach sich aber im Teenageralter nicht mehr mit Nachdruck für das Tragen eines Radhelms einsetzen. Deshalb sollen Eltern aktiv mit in die Veranstaltungen eingebunden werden.

Neben einer spektakulären Bike-Trialshow von Daniel Rall präsentiert die Veranstaltungsgemeinschaft für die Zielgruppe verschiedene Simulatoren und Aktionsflächen sowie eine spannende Wissensrallye. Bei der Kreisverkehrswacht Biberach e.V. und dem Polizeipräsidium Ulm dreht sich an diesem Tag alles um "Rund ums Rad". Zur landesweiten und flächendeckenden Verbreitung wurde allen Schulen in Baden-Württemberg eine Informations-DVD, ergänzt mit einem professionellen Kinospot und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Die Projektpartner haben unter dem Internetauftritt www.schuetze-dein-bestes.de ein umfangreiches Angebot mit vielen Hintergrundinformationen erstellt. Die Nutzung der Angebote eignet sich in gleicher Weise für den Einsatz bei Vereinen oder anderen interessierten Einrichtungen bzw. Trägern.

Weitere Informationen zur Kampagne:

   - Jede Schule in Baden-Württemberg hat eine Informations-DVD 
     erhalten. Beinhaltet sind der Videospot, Introvideo mit Prof. 
     Dr. Schuhmann, aktuelle Informationen, Hintergrundinformationen 
     zum Radhelm, umfangreiche Unterrichtsbeiträge zur Biologie und 
     Physik, die von Lehrern und Schülern problemlos umgesetzt werden
     können.
   - Die Kampagne wurde initiiert und unterstützt von der 
     landesweiten Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR und 
     Professor Dr. Martin Schuhmann, Leiter der Kinderneurochirurgie 
     am Universitätsklinikum Tübingen.
   - Sie wurde gefördert vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung
     und Migration, Ministerium für Verkehr und der Unfallkasse 
     Baden-Württemberg sowie der TransVelo GmbH Tübingen und KED 
     Helmsysteme Freiberg a.N..
   - Weitere Beteiligte sind das Ministerium für Kultus, Jugend und 
     Sport, das Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und 
     Schulmusik und die Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V..
   - Die Veranstaltungen werden zudem unterstützt von der 
     Friedrich-Adler-Realschule in Laupheim, Kreisverkehrswacht 
     Biberach e.V., dem Gewinnsparverein der Volksbanken und 
     Raiffeisenbanken Baden-Württemberg e.V., dem Botschafter Daniel 
     Rall sowie der Volksbank Laupheim-Illertal eG. 
   Weitere Informationen zur Sicherheit des Radverkehrs:
   -  www.gib-acht-im-verkehr.de
   -  www.fahrradland-bw.de
   -  www.daniel-rall.de 

Joachim Schulz, Tel. 0731/188-1111, E-Mail: ulm.pp.stab.oe@polizei.bwl.de

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ulm
Telefon: 0731 188-0
E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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