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Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern

LKA-MV: Weiterleitung einer Pressemitteilung des Landeskriminalamtes Bayern: Kunstfahnder des BLKA suchen weiter nach dem Goldschatz von Manching

Rampe (ots)

Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern leitet hiermit, aufgrund regionaler Bezüge nach MV, eine Pressemitteilung des Landeskriminalamtes Bayern zu Durchsuchungsmaßnahmen in Plate (MV) im Fall des Manchinger Golddiebstahls weiter:

Kunstfahnder des BLKA suchen weiter nach dem Goldschatz von Manching

Schwerin/München - Im November 2022 wurde der größte keltische Goldfund des 20. Jahrhunderts aus dem "kelten römer museum manching" gestohlen. Nach aufwändigen Ermittlungen konnten vier Täter festgenommen werden, nur ein Teil der gestohlenen Goldmünzen mit einem Gewicht von rund 500 Gramm konnte sichergestellt werden. Der größte Teil der erbeuteten Münzen und der gestohlene Goldgusskuchen konnten bislang noch nicht zurückerlangt werden. Die mutmaßlichen Täter wurden vom Landgericht Ingolstadt zu hohen mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Jetzt, fast vier Jahre nach der Tat, durchsuchen seit heute Morgen die Kunstfahnder des Bayerischen Landeskriminalamtes erneut das Wohnanwesen des nicht rechtskräftig zu 11 Jahren Haft verurteilten mutmaßlichen Haupttäters und dessen Lebensgefährtin in der Nähe von Schwerin.

Neue Erkenntnisse hatten hierzu Anlass gegeben.

Die Fahnder des BLKA werden unter anderem von der Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes (BKA) und von Expertinnen und Experten von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geleiteten Heritage Crime Task Force vor Ort unterstützt.

Die Soko OPPIDUM geht davon aus, dass sich die noch fehlenden 411 Goldmünzen und der Goldgusskuchen nach wie vor im Original im Besitz des Hauptverdächtigen befinden. Bei den noch fehlenden Goldmünzen handelt es sich um ca. 3 kg Gold. Die Ermittler vermuten, dass das fehlende Gold wie auch noch größere Mengen an Bargeld aus den vorangegangenen Diebstählen im Wohnhaus oder zumindest auf dem Grundstück des Hauptverdächtigen und seiner Lebensgefährtin professionell versteckt sind.

Die jetzt durchgeführten Durchsuchungen erfolgen in einem neuen Ermittlungsverfahren unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wegen des dringenden Tatverdachts des besonders schweren Falles der Geldwäsche und richtet sich gegen den aktuell in der JVA München-Stadelheim einsitzenden mutmaßlichen Haupttäter wie auch gegen seine Lebensgefährtin.

Dem Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, einen Teil der, aus dem Museumseinbruch in Manching vom 22.11.2022 erlangten keltischen Goldmünzen zu Goldklumpen eingeschmolzen zu haben, um deren Herkunft zu verschleiern und sie zu einem späteren Zeitpunkt zu veräußern und weitere erbeutete Goldmünzen im Original versteckt zu haben, um deren Auffinden zu vereiteln und eine spätere Veräußerung zu ermöglichen.

Der Lebensgefährtin des Hauptverdächtigen wird vorgeworfen, von den Taten, wegen der der Hauptverdächtige zwischenzeitlich erstinstanzlich verurteilt wurde, gewusst zu haben und wiederholt Bargeld krimineller Herkunft von ihrem Lebensgefährten entgegengenommen haben. Hinsichtlich der oben genannten Goldklumpen soll sie angeboten haben, beim Absetzen des eingeschmolzenen Goldes zu helfen, da sich der Hauptverdächtige in Untersuchungshaft befindet.

In akribischer Kleinstarbeit und unter Zuhilfenahme modernster Röntgen- und Radartechnik wird das gesamte Wohnanwesen durchsucht. Unter anderem wird jedes einzelne Zimmer vermessen und mit den originalen Bauplänen abgeglichen, um ggf. doppelte Wände oder bauliche Veränderungen festzustellen. Zudem wird jedes einzelne Möbelstück vollständig auf verbaute Versteckmöglichkeiten untersucht.

Die Bodenplatte des Einfamilienhauses und das gesamte Grundstück werden derzeit mit einem Bodenradar gescannt.

Des Weiteren haben die Ermittlerinnen und Ermittler der Soko OPPIDUM Unterstützung durch vier Goldspürhunde aus Ungarn erhalten. Die umfangreichen Durchsuchungen wurden über mehrere Monate und unter Beteiligung internationaler Expertinnen und Experten detailliert vorbereitet. Die Kunstfahndung des BLKA ist mit einem ständigen Teilnehmer bei der Heritage Crime Task Force der OSCE vertreten und konnte somit auf ein breites Expertennetzwerk zugreifen.

Die von der OSZE geleitete Heritage Crime Task Force unterstützt weltweit Ermittlungsbehörden bei der Fallbearbeitung - insbesondere bei der Suche und Sicherstellung von Beweis- und Tatmitteln. Sie hat sich auf den Kampf gegen den illegalen Schmuggel und Handel mit Kulturgütern spezialisiert und koordiniert in diesem Kontext grenzüberschreitende kriminalpolizeiliche Maßnahmen, um Kunstdiebstahl und den Handel mit gestohlenen Artefakten zu bekämpfen.

Die Task Force begleitet vor Ort sowohl in personeller, logistischer als auch in technischer Hinsicht die gesamten Vorbereitungen und die Durchführung dieses Einsatzes. Deren Kosten werden allein von der OSZE getragen.

An den Einsatzmaßnahmen sind somit folgende Behörden und Organisationen beteiligt:

-	Kunstfahndung des BLKA
-	Staatsanwaltschaft Ingolstadt
-	Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes
-	Die von der OSZE geleitete Heritage Crime Task Force mit
o	Toronto Police
o	Ontario Provincial Police a.D.
o	Nationalmuseum Budapest (Goldspürhunde)
o	Bayer. Landesamt für Denkmalpflege
o	Zwei Internationale Experten für Forensik aus Großbritannien
o	Zollfahndungsexperte aus den USA
   - LKA Mecklenburg-Vorpommern
   - Bereitschaftspolizei Mecklenburg-Vorpommern
   - Diensthundestaffel Mecklenburg-Vorpommern (Banknotenspürhund)
   - Hauptzollamt Stralsund

Die Suche nach dem gestohlenen Goldschatz von Manching hatte von Beginn an höchste Priorität und wird weiter fortgesetzt! Das Keltengold ist ein bedeutendes Kulturgut bayerischer Geschichte.

Die Pressestelle des Landeskriminalamtes Bayern steht für gewünschte O-Töne vor Ort in Plate, Landkreis Ludwigslust-Parchim (MV) zur Verfügung. Weitere Presseanfragen bitte an die Pressestelle des

Landeskriminalamtes Bayern

Maillingerstraße 15 I 80636 München

Tel.: 089 / 12 12 - 10 80

E-Mail: blka.presse@polizei.bayern.de

Internet: www.polizei.bayern.de

München, 04.05.2026

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern
Pressestelle
Niels Borgmann
Telefon: 03866 64 8700
E-Mail: presse@lka-mv.de
http://www.polizei.mvnet.de

Original-Content von: Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern, übermittelt durch news aktuell

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