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DIE ZEIT

Kauder: "Kein zusätzliches Geld für Kombilöhne"
Für Gesundheitsreform 14 Milliarden Euro nötig

Hamburg (ots)

Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag, will
neue Kombilöhne durch Einsparungen bei anderen Ausgaben der
Bundesagentur für Arbeit finanzieren. "Wir werden keine zusätzlichen
Steuermittel für Lohnsubventionen einsetzen", erklärt Kauder in der
ZEIT. "Wir geben jetzt schon für Hartz IV und Sozialhilfe rund
dreißig Milliarden im Jahr aus und damit weit mehr als erwartet. Ein
Teil dieses Geldes muss so eingesetzt werden, dass Arbeitslose, die
schlecht bezahlte Arbeiten übernehmen, mehr als bisher davon behalten
können und so einen stärkeren Anreiz zur Arbeitsaufnahme erhalten."
Für die Gesundheitsreform hingegen seien 14 Milliarden Euro aus
Steuermitteln nötig. So viel werde es kosten, die Leistungen der
Krankenkassen für Kinder künftig durch Steuern statt durch
Versicherungsbeiträge zu finanzieren. Dies sei jedoch, so Kauder, vor
allem "eine Frage der Gerechtigkeit. Später, wenn die Kinder
erwachsen sind, werden ja auch alle von den Arbeitskräften und
Beitragszahlern profitieren". Kauder soll gemeinsam mit
SPD-Fraktionschef Peter Struck Vorschläge zur Gesundheitsreform
ausarbeiten.
Kauder spricht sich ferner strikt dagegen aus, im Zuge einer
Gesundheitsreform die Kassenärztlichen Vereinigungen zu schwächen.
"Wenn die Krankenkassen mit den Ärzten Einzelverträge machen könnten,
wäre der einzelne Arzt völlig der Macht der Krankenkasse ausgesetzt.
Das wäre so, als wollten wir die Gewerkschaften abschaffen und den
Arbeiter allein mit dem Großkonzern über seinen Lohn verhandeln
lassen."
Das komplette Interview der ZEIT Nr. 3 vom 12.Januar 2006 senden
wir Ihnen gerne zu.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT
Presse-und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax:
040/3280-558, E-Mail:  bunse@zeit.de)

Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

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