DIE ZEIT

Quotenkönige der Wissenschaft

    Hamburg (ots) - "Raus aus dem Elfenbeinturm, rein in die Öffentlichkeit!" Früher konnten Wissenschaftler ihr Renommee vergrößern, wenn sie häufig in den Medien zitiert werden. Das hat sich jetzt geändert. Deutsche Professoren werden neuerdings kritisiert, wenn sie zu häufig im Fernsehen und in den Zeitungen auftauchen, statt an der Hochschule seriöse Forschungsarbeit zu verrichten.

    DIE ZEIT veröffentlicht nun eine Liste der Wissenschaftler, die besonders "gefährdet" sind, Gegenstand dieser Kritik zu werden. Es handelt sich um jene Fachleute, die stets zu einer Auskunft bereit sind, wenn ihnen ein Mikrofon entgegen gehalten wird. Zu den Omnipräsenten zählen der Philosoph Peter Sloterdijk, der Historiker Paul Nolte, der Kriminologe Christian Pfeiffer und der Ökonom Bert Rürup. Die Liste bezieht sich auf den von der ZEIT entwickelten media citation impact factor, der sich aus den Nennungen bei Google, den Auftritten bei Christiansenillnerkernerbeckmannmaischberger und der Platzierung des derzeit verkaufsträchtigsten Werks auf der Amazon-Bestsellerliste zusammensetzt. Dazu die Nennungen in der Pressedatenbank Genios, die alle wichtigen deutschen Zeitungen und Zeitschriften dokumentiert. Aus all diesen Daten lässt sich der habilitierte Quotenkönig berechnen. Bei den Königinnen fehlt nach den großen Zeiten von Elisabeth Noelle-Neumann und Gertrud Höhler allerdings im Moment der Nachwuchs.

    Den kompletten Text der ZEIT Nr.50 vom 8.Dezember 2005 senden wir     Ihnen gerne zu.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Elke Bunse, DIE ZEIT Presse-und Öffentlichkeitsarbeit (Tel.: 040/3280-217, Fax: 040/3280-558, E-Mail: bunse@zeit.de)

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