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Heinen: Verbot des Einsatzes von Kindersoldaten durchsetzen

    Berlin (ots) - Anlässlich des Internationalen Tags der Kindersoldaten am 12. Februar erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ursula Heinen MdB:

    Am Sonntag, dem 12. Februar, ist der Internationale Tag der Kindersoldaten. Kindersoldaten sind in der furchtbaren Situation, einerseits Opfer zu sein und andererseits als Täter handeln zu müssen. Weltweit sind internationalen Schätzungen zufolge circa 300.000 Kindersoldaten im Einsatz. Sie sind meist in offiziellen Armeen oder Rebellenverbänden zwangsrekrutiert und werden zum Kämpfen gezwungen. Kindersoldaten sind in vielen bewaffneten Kriegsparteien fester Bestandteil der militärischen Infrastruktur.

    Auf die kindlichen Bedürfnisse der Kindersoldaten wird keine Rücksicht genommen. Die Kinder werden oft geschlagen, misshandelt und gezwungen, Grausamkeiten zu begehen. Sie müssen zum Beispiel andere Kinder töten, wenn diese fliehen wollten. Diese Behandlung hat nur ein Ziel: Einschüchterung, Erzwingung absoluten Gehorsams und Abstumpfung gegen Grausamkeit.

    Nicht nur Jungen mit Gewehren sind Kindersoldaten: Auch Mädchen werden in vielen Ländern als Soldaten eingesetzt. Beispielsweise wurden in Sri Lanka systematisch junge tamilische Mädchen, oftmals Waisen, durch die oppositionellen Befreiungstiger für Tamil Eelam (LTTE) rekrutiert. Sie werden »Vögel der Freiheit« genannt und für Selbstmordanschläge ausgebildet, da sie die Sicherheitsmaßnahmen der Regierung besser umgehen können. Mädchen sind besonderen Risiken ausgesetzt. Vergewaltigung, sexuelle Sklaverei und Missbrauch sind weit verbreitet. Es gibt jedoch auch Berichte über die Ausbeutung von Jungen.

    Seit 2002 verbietet ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention den Kriegseinsatz von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren. Bis heute haben 116 Staaten das Abkommen unterzeichnet, 87 haben es ratifiziert. Trotz Unterschrift oder sogar Ratifikation werden aber in manchen Staaten weiter Kinder eingesetzt, zum Beispiel in der Demokratischen Republik Kongo, Liberia, Ruanda, Uganda in Afrika oder Afghanistan, Philippinen und Sri Lanka in Asien. Die EU und der UN-Sicherheitsrat müssen sich stärker für die Durchsetzung des Verbots von Kindersoldaten einsetzen.

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