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Kampeter: Eichels Blockade-Legende

Berlin (ots)

Zu den Vorwürfen Eichels, die Union würde den
Subventionsabbau blockieren, erklärt der Obmann der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss, Steffen Kampeter
MdB:
Bundesfinanzminister Eichel wird nicht müde zu behaupten, die
Union hätte den Abbau von Subventionen blockiert. Durch die
angebliche Verweigerungshaltung der Union seien Bund, Ländern und
Gemeinden in den vergangenen drei Jahren Einsparungen in Höhe von 17
Mrd. € entgangen (Interview in der Welt am Sonntag vom 26. Juni
2005). Diese Behauptung ist falsch. Sie ist der billige Versuch der
Legendenbildung eines abgewirtschafteten Kassenwarts.
Richtig ist:
Rot-Grün zeichnet verantwortlich für den größten Subventionsaufbau
in der jüngeren Geschichte dieses Landes. Gegen unseren entschiedenen
Widerstand hat die rot-grüne Regierung im Umfang von 17 Mrd. € die
Kohlehilfen bis 2012 verlängert.
Die Union hat im Vermittlungsausschuss 2003 mehr als zwei Drittel
der von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zum Abbau von
Subventionen zugestimmt. Zu den Gesetzen, die wir gemeinsam mit der
Koalition im damaligen Vermittlungsausschuss beschlossen hatten,
gehörten neben dem Haushaltsbegleitgesetz 2004, das Gesetz über den
Abbau von Steuervergünstigungen (sog. Korb II), das
Tabaksteuergesetz, die Reform der Gewerbesteuer sowie die Maßnahmen
nach Koch/Steinbrück.
Von dem mittelfristig (2008) angepeilten Einsparvolumen von 16,5
Mrd. € für alle Gebietskörperschaften hat die Union mehr als 10 Mrd.
€ mitgetragen. Diese Tatsache wird durch Zahlen aus dem
Bundesfinanzministerium belegt. Eichels eigene Zahlen widerlegen
seine Kritik an der Union. Im Übrigen würde selbst das von Rot-Grün
ursprünglich angestrebte Einsparvolumen nicht ausreichen, um die
strukturelle Deckungslücke im Haushalt von 60 Mrd. € zu schließen.
Verweigert hat sich die Union den verkappten Steuererhöhungen, wie
der kompletten Abschaffung der Eigenheimzulage und der drastischen
Senkung der Entfernungspauschale von 42 auf nur noch 15 Cent. Beide
Vorhaben der rot-grünen Regierung machen das von Eichel beklagte
fehlende Einsparvolumen aus. Die Union hat die vollständige
Abschaffung der Wohneigentumsförderung und die Kürzung der
Pendlerpauschale gestoppt, da diese nicht zum bloßen Stopfen von
Haushaltslöchern verscherbelt werden sollten.
Ausnahmslos zugestimmt hat die Union der Umsetzung der Maßnahmen
nach Koch/Steinbrück. Danach werden steuerliche Vergünstigungen um 12
Prozent p.a. abgebaut und Finanzhilfen in steigendem Umfang gekürzt
(von zunächst 4, bis hin zu 12 Prozent jährlich). Das Volumen dieser
Einsparungen beläuft sich auf 2,5 Mrd. € p.a. Leider hat die
rot-grüne Koalition den Subventionsabbau nach Koch/Steinbrück nur
selektiv umgesetzt. So wurde die Kohleförderung von den Kürzungen
vollständig ausgenommen zu Lasten insbesondere der neuen Länder.
Die Union hat sich dem Sparen nicht verweigert. Anderslautende
Aussagen des Bundesfinanzministers versuchen nur vom eigenen Versagen
in der Haushalts- und Finanzpolitik abzulenken.
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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