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Wöhrl: Bundesregierung handelt ohne wirtschaftlichen Sachverstand

Berlin (ots)

Anlässlich der Debatte zur Einführung der
Hartz-Gesetze erklärt die wirtschaftspolitische Sprecherin der
CDU/CSU-Bundestagfraktion, Dagmar Wöhrl MdB:
Anstatt in der schwierigen Phase der deutschen Wirtschaft  Anreize
für mehr Dynamik, mehr Wachstum, mehr Optimismus zu setzen,
beschließt die Bundesregierung ein Kostenexplosionsprogramm, das
Konsumenten wie Unternehmern gleichermaßen vor den Kopf stößt. Die
Bundesregierung handelt damit ohne wirtschaftlichen Sachverstand.
Das ist der falsche Weg. Es geht darum, den Menschen und Betrieben
in Deutschland wieder Leben einzuhauchen.
Auch die Lösungsvorschläge der Hartz-Kommission gehen am Kern der
katastrophalen Lage auf dem Arbeitsmarkt vorbei. Der Kern der
wirtschaftlichen Misere vieler Tausend Betriebe bleibt vollständig
ausgeblendet.
Das Beispiel Job-Floater zeigt, wie konzeptlos die
Regierungsvorschläge sind: Der Job-Floater sieht vor, dass
Unternehmen mit "guten Zukunftsaussichten" zinsgünstige Kredite bis
100.000 Euro von der KfW aufnehmen dürfen. Die Förderung dieser
Kredite liegt gegenüber dem Marktzins in vielen Fällen unter 100 Euro
im Monat. Das Programm "Kapital für Arbeit" ist damit nichts anderes
als ein großes Mitnahmeprojekt für die Unternehmen, die eh schon
liquide und kreditwürdig sind. Existenzgründer, finanzschwache
Mittelständler und Arbeitslose gehen wieder einmal leer aus. Das
bestätigen auch die Forschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten.
Das gilt auch für die Ich-AG´s. Arbeitslose, die sich
selbstständig machen wollen, sollen künftig steuerlich besser
behandelt werden, als "normale" Selbstständige - das verlautet
zumindest aus den Koalitionskreisen. Durch eine solche
Steuer-Vergünstigung werden reguläre Arbeitsplätze gefährdet.
Verdrängungseffekte vor allem im Handwerk sind die Folge, weil die
Ich-AG einfach weniger Kosten zu schultern hat. Staatlich
subventionierte Arbeit statt echte wettbewerbsfähige Arbeitsplätze
scheint die Devise der Bundesregierung zu sein.
Anstelle dieser unsinnigen Einzelregelungen braucht Deutschland
wieder eine Wirtschaftspolitik aus einem Guss. Eine
Wirtschaftspolitik, die Anreize in der Arbeitsmarktpolitik richtig
setzt, die finanzpolitischen Weichen richtig stellt und die vor allem
dem Mittelstand wieder Luft zum Atmen gibt.
Dazu brauchen wir wieder einen Gleichklang der Begriffe "Sozial",
"Markt" und "Wirtschaft" - in allen Bereichen.
Deshalb muss die Kostenbelastung sowohl bei den Betrieben aber
auch bei den privaten Haushalten mutig abgebaut werden. Nur dann
entstehen neue Anreize für Investitionen, Konsumnachfrage und neue
Arbeitsplätze.
Der Bundeswirtschaftsminister hat vorgerechnet, dass er bei der
Bundesanstalt für Arbeit Einsparungen von fast 6 Milliarden Euro
plant. Dieses Potential sollte zur Senkung des Beitrages der
Arbeitslosenversicherung genutzt werden. Ein Prozent weniger
Sozialbeiträge schafft 50.000-100.000 Arbeitsplätze. Hier liegen die
großen Beschäftigungspotentiale.
Die Reformbereitschaft in unserer Gesellschaft ist spürbar. Die
Menschen sind bereit für Veränderungen - wenn man ihnen die Wahrheit
sagt und eine ehrliche Perspektive bietet. Das sollte die
Bundesregierung endlich beherzigen.

Rückfragen bitte an:

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Tel.: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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