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Wie viel Wahrheit verträgt die Demokratie? / "Das Philosophische Quartett" im ZDF diskutiert über die Lüge in der Politik

    Mainz (ots) - Hat die rot-grüne Bundesregierung möglicherweise ihr Versprechen, sich am Irak-Krieg nicht zu beteiligen, durch fragwürdige Aktionen des BND gebrochen? Heiligt der Zweck die Mittel? Wo beginnt die Lüge in der Politik? Ab wann wird sie gefährlich? Wie viel Wahrheit erfordert und verträgt eine Demokratie?

Über diese Fragen diskutiert am Sonntag, 12. März 2006, ab 23.40 Uhr "Das Philosophische Quartett" im ZDF. Zu Gast bei Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski sind die Kulturstaatsministerin a. D., Dr. Christina Weiss, und Professor Meinhard Miegel, Leiter des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft in Bonn.

Kaum etwas erregt die Öffentlichkeit so sehr wie tatsächliche oder vermeintliche Lügen und Halbwahrheiten ihrer Politiker. Denker von Platon bis Machiavelli vertreten jedoch die Auffassung, dass ein kluger Staatsmann durchaus zum Mittel einer "noblen Lüge" greifen kann, wovon die Politiker reichlich Gebrauch machen. So rief etwa der Deutsche Bundestag im Jahr 2002 einen "Lügen- Untersuchungsausschuss" ins Leben, um zu überprüfen, ob Finanzminister Hans Eichel im Wahlkampf geschönte Wachstumsprognosen veröffentlicht hatte. Aufrichtigkeit in der Politik scheint nur etwas für wohlfeile Sonntagsreden zu sein. Sloterdijk und Safranski fragen: Wie ehrlich können und sollen Politiker sein? Welche Aussichten hat ein Politiker, der im Wahlkampf über geplante Einschnitte reinen Wein einschenkt? In welchem Umfang soll und kann die Öffentlichkeit über die Verstrickungen von Regierung und Geheimdiensten im Anti-Terror-Kampf informiert werden?

Die nächste Ausgabe des "Philosophischen Quartetts" präsentiert das ZDF am Sonntag, 9. April 2006, 23.25 Uhr. Das Thema: "Wie viel Wert haben unsere Werte?"

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