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Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

++ BUND: Bäume schützen vor Hitze – Hitzeaktionstag 2026 | Umweltverband ruft zum Mitmachen mit der Mein-Baum-App auf ++

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Pressemitteilung

8. Mai 2026 | 090

BUND-Pressestelle

Tel.: 030 - 27586 - 109

presse@bund.net">presse@bund.net

BUND: Bäume schützen vor Hitze

Hitzeaktionstag 2026 | Umweltverband ruft zum Mitmachen mit der Mein-Baum-App auf

  • Hitze in der Stadt belastet Menschen
  • Natürliche Klimaanlage – Bäume und Stadtgrün senken Temperaturen
  • Bürger*innen schützen Bäume mit dem "Mein Baum"-App des BUND

Berlin. Hitzewellen, tropische Nächte, aufgeheizte Wohnungen und Arbeitsräume machen uns Menschen zu schaffen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weist zum bundesweiten Hitzeaktionstag am 11. Juni auf die Bedeutung von Bäumen als wirksamen Schutz gegen Hitze hin. Bäume sind natürliche Klimaanlagen – sie leiden aber unter Trockenheit, Hitze und schwierigen Standortbedingungen. Mit der “Mein Baum“-App des BUND können Bürger*innen Bäume schützen helfen.

Besonders betroffen von der Hitze sind Städte. Die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Hitzeperioden gefährden die Gesundheit der Bevölkerung. Versiegelung von Flächen, fehlender Schatten, weniger Verdunstung und Durchlüftung schaffen sogenannte Hitzeinseleffekte. Vor allem Personengruppen mit erhöhtem Risiko wie ältere Menschen, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Menschen mit Behinderungen, Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder sind stark gefährdet. Die mit Hitze einhergehenden psychischen und physischen Belastungen wirken sich aber auch bei völlig gesunden Menschen aus, beispielsweise auf die Arbeitsfähigkeit.

Straßenbäume sind natürliche Klimaanlagen

Straßenbäume und Parks wirken dagegen als natürliche Klimaanlagen. Durch Verdunstung von Wasser von der Blattoberfläche kühlen sie ihre Umgebungstemperatur an heißen Tagen um mehrere Grad Celsius, außerdem spenden sie Schatten. Dennoch verschwinden Jahr für Jahr viele Bäume für immer aus dem Stadtbild. In Berlin etwa wurden letztes Jahr 5643 Bäume gefällt und lediglich 2736 gepflanzt. Weniger als die Hälfte der gefällten Bäume ist ersetzt worden. Bis diese die Funktionen großgewachsener Bäume erfüllen können, wird es aber noch Jahrzehnte dauern.

Christian Hönig, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND: „In Stadtzentren ist es in Sommernächten nicht selten bis zu zehn Grad wärmer als auf dem Land. Deshalb ist vor allem in den Städten der Schutz von Stadtnatur und Bäumen wichtig. Umso erstaunlicher, dass nur wenige Gemeinden wirksame Baumschutzverordnungen haben, viele Baumkataster erfassen nicht den gesamten Baumbestand einer Stadt.“

„Mein Baum“-App : Bäume kartieren und Art und Zustand erfassen

Hier setzt die App „Mein Baum“ an. Gemeinsam mit der Technischen Universität München (TUM) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) laden der BUND und der BUND Naturschutz in Bayern Bürger*innen ein, zum Schutz von Stadtbäumen beizutragen. Über die gleichnamige kostenlose Smartphone- und Web-App können Nutzer*innen Bäume kartieren und Angaben zu Art, Zustand und Standort machen.

Hönig: „Mit unserem Projekt schaffen wir ein starkes Netzwerk für den Schutz unserer Stadtbäume. Bürgerwissenschaft kann hier ganz konkret helfen, Wissenslücken zu schließen und Maßnahmen voranzubringen.“

Mit der App können Bürger*innen gezielt zur Verbesserung der Datengrundlage für Stadtbäume beitragen. Neben der klassischen Erfassung lassen sich auch ganze Alleen dokumentieren und Wunschbäume melden. Die Standorte werden per GPS oder manuell erfasst und auf einer interaktiven Karte sichtbar gemacht. Bestehende Einträge können jederzeit aktualisiert werden. Ziel des Projekts ist es, eine Datenbank für unsere Bäume im urbanen Raum zu erstellen und Wissenschaftler*innen, Bürger*innen und Planer*innen für Forschung, Austausch und Schutz zu vernetzen.

Mehr Informationen:

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit mehr als 676.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

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